Lokales FD 10.02.2026

Jugend debattiert: Spannende Diskussionen im Regionalfinale

Fulda – Von Justin Klenner – Sollen Lokalzeitungen staatliche Fördermittel erhalten? – Über diese und viele weiteren Themen lieferten sich 16 Jugendliche am Montagmittag sachliche Wortgefechte. Im Fuldaer Stadtschloss versammelten sich Teilnehmer der Sekundarstufen I und II, um im Rahmen des Regionalfinales von „Jugend debattiert“ in jeweils vier Debatten über vorher ausgewählte Themen zu diskutieren und insgesamt fünf Gewinner zu ermitteln.

Die Sieger der Sekundarstufe I. Foto: Regionalkoordination Jugend debattiert

Aus der Sekundarstufe I konnten Vincent Miller, Nelio Vetter und Clara Schilde mit ihren Argumenten am meisten überzeugen und qualifizierten sich damit für das Landesfinale. Aus der Sekundarstufe II gelang dies Emilia Mönnich und Klara Wirker. Merle Kökgiran beziehungsweise Frieda Bartsch und Kilian Keller bilden die Nachrücker.

Die Motivation, aber auch die Nervosität der Teilnehmer waren spürbar. In einem respektvollen und konstruktiven Austausch lieferten sich die Schülerinnen und Schüler heißte Debatten und versuchten, die Pro- oder Kontraseite von ihrem Standpunkt zu überzeugen. Mit dabei waren die Marienschule, die Rabanus-Maurus-Schule, die Heinrich-von-Bibra-Schule, die Winfriedschule, die Konrad-Adenauer-Schule, die Freiherr-vom-Stein-Schule, die Richard-Müller-Schule und das Marianum.

In der ersten Debatte der zweiten Sekundarstufe sprachen Zoe Schöppner (Marienschule), Kilian Keller (Marianum), Emilia Mönnich (Rabanus-Maurus-Schule) und Mohamad Saeed Almousa (Rabanus-Maurus-Schule), über die Streitfrage „Sollen Lokalzeitungen staatliche Förderung erhalten?“. In einem sachlichen Diskurs begründet die Pro-Seite die Förderung damit, der geringen Nachfrage bezüglich Zeitungen mit Unterstützung vom Staat entgegenzuwirken. Die Kontra-Seite sah mit den Förderungen die Unabhängigkeit von den Lokalredaktionen gefährdet. Zudem sei dies finanziell sehr schwer zu stemmen.

In der zweiten Debatte der Sekundarstufe II wurde über die Streitfrage „Sollen ´Kaufe jetzt – zahle später´ – Bezahlmodelle bei Online-Käufen verboten werden?“, diskutiert. Die Pro-Seite, vertreten von Frieda Bartsch und Jakob Kochanski (beide Winfriedschule), stehen einem Verbot positiv gegenüber und forderten den Staat auf, die Jugendlichen besser zu schützen – mangels einer Bonitätsprüfung seien diese aktuell gefährdet. Ein Verbot des Bezahlmodells sah die Kontra-Seite, vertreten durch Klara Wirker und Seraphina Rütjerod (Freiherr-vom-Stein-Schule), kritisch und fordert stattdessen eine Altersbegrenzung und Aufklärungsarbeit. „Vielleicht sollte man erstmal für Aufklärung sorgen, wie man mit Haushaltsgeld umgeht“.

Mit der Frage „Sollen Haustierhalter zum Abschluss einer Tierkrankenversicherung verpflichtet werden?“, beschäftigten sich vier Teilnehmer der Sekundarstufe I. Dabei lieferten sich Kiana Lu Löhmer (Marienschule), Jonathan Tesch (Marianum), Nelio Vetter (Heinrich-von-Bibra-Schule) Leticia Lorenz (Konrad-Adenauer-Schule) einen respektvollen und konstruktiven Austausch mit passenden Beispielen.

In der zweiten Debatte der Sekundarstufe I stellten sich Clara Schilde (Marienschule), Vincent Miller (Freiherr-vom-Stein-Schule), Karla Santek (Rabanus-Maurus-Schule) und Merle Kökgiran (Winfriedschule) der Frage, ob die Anwendung künstlicher Intelligenz als Hilfsmittel für schriftliche Prüfungen in der Oberstufe zugelassen werden sollen.

Regionalfinale Jugend debattiert im Fuldaer Stadtschloss. Fotos: Justin Klenner