Lokales FD 13.02.2026

Ingeborg Kropp-Arend erhält das Bundesverdienstkreuz

München (pm/pf) – Eine große Ehre und Anerkennung für Ingeborg Kropp-Arend: Die Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, Ulrike Scharf, hat bei einem Empfang am 11. Februar 2026 in München Ingeborg Kropp-Arend das Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht; die Auszeichnung wurde der aus Fulda stammenden Gräfelfinger Unternehmerin zuvor durch Bundespräsident Frank?Walter Steinmeier verliehen. Mit der Ehrung wird das langjährige Engagement von Ingeborg Kropp?Arend für Erinnerungskultur, soziale Projekte und die Förderung ehrenamtlicher internationaler Frauennetzwerke gewürdigt.

Fotos: privat

Neben Staatsministerin Ulrike Scharf gratulierten persönlich Gerhard Möller, Fuldaer Oberbürgermeister a.D. und Vorsitzender des Fuldaer Geschichtsvereins, der Bürgermeister der Gemeinde Gräfelfing, Peter Köstler, und die Familie, Ehemann Dr. Stefan Arend, die beiden erwachsenen Kinder Viktoria und Konstantin Arend und die Eltern, Irmgard und Willi Kropp.

Ingeborg Kropp-Arend, studierte Wirtschaftswissenschaftlerin, stammt aus einer Fuldaer Bauunternehmer-Familie und verbindet seit jeher unternehmerisches Verantwortungsbewusstsein mit ehrenamtlichem Einsatz und zivilgesellschaftlichem Engagement.

Auch nach ihrem beruflich bedingten Umzug 2008 zunächst nach München und dann seit 2014 in Gräfelfing blieb sie zugleich in Fulda aktiv: Mit ihrem Mann sorgte sie unter anderem für die Rettung und Bergung und Übergabe jüdischer Grabsteinfragmente, die während Bauarbeiten an einem Pflegeheim gefunden wurden, und setzte sich für deren Rückgabe an die Jüdische Gemeinde Fulda ein.

Als Eigentümerin der historischen „Rabbinervilla“ – dem ehemaligen Wohnhaus des Provinzial?Rabbiners Dr. Michael Cahn – trägt Kropp?Arend seit 2015 maßgeblich zur Bewahrung und Vermittlung jüdischer Geschichte in Fulda bei. Sie initiierte die wissenschaftlich fundierte Monografie über das Haus - im März 2024 publiziert - und förderte als Mitinitiatorin die Vortragsreihe „Unbekannte Nachbarn – Gespräche zum Jüdischen Fulda“, die regelmäßig in der Villa stattfindet und als historischer Erinnerungsort inzwischen überregionale Beachtung findet.

„Ein Haus, das verpflichtet“, so beschreibt Ingeborg Kropp?Arend ihr Verhältnis zur Rabbinervilla und der Verantwortung, die von historischen Erinnerungsorten ausgeht.

„Wenn die letzten Zeitzeugen verstummen, gewinnen diese Orte enorm an Bedeutung. Wir brauchen diese steinernen Zeugen, um an Geschichte kritisch zu erinnern und sich damit differenziert auseinandersetzen zu können.“

Zudem engagiert sich Frau Kropp?Arend in verschiedenen Vereinen, Initiativen und Serviceclubs. So war sie von 2017 bis 2024 Schatzmeisterin des ZONTA-Clubs München Friedensengel, eines internationalen Netzwerks zur Förderung berufstätiger Frauen, und initiierte unter anderem eine umfassende Unterstützung der Münchner Bahnhofsmission für Frauen in Not. Daneben ist sie im Innerwheel-Club München aktiv und wurde 2025 in das Kuratorium von „Lebensmut“ berufen, einem Verein mit Sitz in München-Großhadern, der psycho-onkologische Strukturen fördert und vielfältige Angebote für Menschen, die von einer Krebserkrankung betroffen sind, möglich macht.

Ingeborg Kropp-Arend dankte bei der Verleihung der hohen staatlichen Auszeichnung all den Personen und Organisationen, die sie bei ihrem ehrenamtlichen Wirken unterstützen; insbesondere ihrer Familie. Sie berichtete von weiteren ehrenamtlichen Tätigkeiten und Projekten, die sie bereits geplant hat.