Handball 20.02.2026

HSG-Männer vor schwerer Aufgabe – Trainerwechsel beim TVH

Osthessen (jah) – Der nächste Spieltag für die osthessischen Handballteams steht in den Startlöchern: Am kommenden Wochenende sind alle hiesigen Mannschaften im Einsatz. Nach dreiwöchiger Pause geht es für die HSG Großenlüder/Hainzell und Trainer Sebastian Peppler in der Männer-Oberliga zur HSG Twistetal (Samstag, 19.15 Uhr). Tabellenführer TV Hersfeld steht gegen Ost-Mosheim vor einer Pflichtaufgabe (Samstag, 19 Uhr), der Hünfelder SV will eine halbe Stunde davor zuhause gegen den TV Külte den ersten Saisonsieg eintüten. In der Frauen-Regionalliga bekommt es der TV Hersfeld mit dem TV Hüttenberg zu tun (Samstag, 18 Uhr), die Hersfelder Reserve muss in der Oberliga am Sonntag die Reise zur HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim antreten (17 Uhr). Die Frauen der HSG Großenlüder/Hainzell bekommen es zuhause mit Kirchhof II zu tun (Sonntag, 17 Uhr).

Dominik Malolepszy und die HSG Großenlüder/Hainzell stehen vor einem schweren Auswärtsspiel bei der HSG Twistetal. Foto: Christine Görlich

Männer

Knapp drei Wochen Pause liegen seit dem letzten Pflichtspiel hinter Großenlüder/Hainzell, Ende Januar musste sich das Team von Sebastian Peppler mit einem Unentschieden bei der HSG Fuldatal/Wolfsanger zufrieden geben – in der Mehrzweckhalle in Twistetal-Mühlhausen sollen es nun wieder zwei Punkte sein, wenngleich Peppler eine komplizierte Angelegenheit auf sein Team zukommen sieht: „Das wird ein schweres Spiel. Twistetal ist in ihrer kleinen Halle unfassbar unangenehm zu bespielen. Dazu kommt die späte Anwurfzeit“, blickt der HSG-Coach voraus. Anwurf ist in Nordhessen erst um 19.15 Uhr, dazu kommt eine Strecke von knapp 160 Kilometern, die die Gäste bewältigen müssen – einfache Fahrt. „Darüber hinaus hatten wir diese lange Pause. Wir müssen erstmal wieder unseren Rhythmus finden, es wird 150 Prozent brauchen. Wir müssen den Kampf annehmen und gut reinkommen“, fordert Peppler, der weiß, was auf seine Mannschaft zukommt: „Sie spielen im Angriff viele Kreuzungen und halten an ihrem Spiel fest. Da gehen die Angriffe gut und gerne über 40, 50 Sekunden, das ist zermürbend, dauerhaft permanent die Konzentration in der Defensive hochzuhalten“, warnt der HSG-Coach: „Außerdem lassen sie sich auch in der Deckung immer etwas einfallen. Da gilt es zu schauen, dagegen Mittel und Wege zu finden.“

Neben der HSG sind in der Oberliga auch Spitzenreiter TV Hersfeld und der Hünfelder SV im Einsatz: Der TVH hat gegen Ost-Mosheim eine vermeintliche Pflichtaufgabe vor der Brust, im Hinspiel in Malsfeld ließen die Festspielstädter lediglich 18 Gegentore zu und gewannen souverän. Trainer Dragos Negovan warnt dennoch: „Sie sind hungrig nach Punkten, weil sie hinten drin stehen, und sie werden auch alles daran setzen, gegen uns zu punkten.“ Die Favoritenrolle nimmt der TVH-Coach dennoch an: „Man muss klar sagen: Wir stehen oben und wollen die zwei Punkte holen.“ Negovan selbst befindet sich im Übrigen auf Abschiedstournee: Im Sommer nimmt der Trainer seinen Hut, Nachfolger wird dann Michael Stock, der in der Region früher bereits die HSG Großenlüder/Hainzell trainierte und aktuell beim Bezirksoberligisten Vulkan Vogelsberg an der Seitenlinie steht. „Der Grund ist schlichtweg die Doppelbelastung. Ich trainiere seit dreieinhalb Jahren zwei Mannschaften, in Gensungen die B-Junioren und eben den TVH. Ich bin unter der Woche jeden Abend in der Halle, oft auch am Wochenende zwei Mal. Das ist einfach zu viel“, äußert sich der scheidende Übungsleiter zu den Hintergründen: „Man merkt einfach, dass man nicht mehr der Jüngste ist. Die ganze Fahrerei, dazu der Vollzeitjob und an erster Stelle sowieso die Familie. Das hat Priorität.“ Aus diesem Grund plant Negovan nicht nur den TVH zu verlassen, sondern auch sein Amt in Gensungen niederzulegen.

Der Hünfelder SV hingegen will in der heimischen Kreissporthalle endlich den ersten Saisonsieg einfahren, wenn der TV Külte in der Haunestadt zu Gast ist – das Team von Stephan Kimpel dürfte jedoch gewarnt sein, immerhin kassierte der HSV im Hinspiel in Volkmarsen so viele Gegentore wie in keiner anderen Partie in der aktuellen Spielzeit (51).


Frauen

Auch die osthessischen Frauenteams sind am kommenden Wochenende allesamt im Einsatz: In der Regionalliga will der TV Hersfeld nach fünf sieglosen Spielen in Serie beim TV Hüttenberg wieder zweifach punkten (Samstag, 18 Uhr). Tags darauf (17 Uhr) will die Reserve der Festspielstädterinnen bei der HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim II punkten, die Trauben hängen jedoch hoch: Die Drittliga-Reserve hat erst drei Niederlagen kassiert und stellt die beste Defensive der Liga. Ebenfalls gegen eine Zweitvertretung muss Großenlüder/Hainzell ran: Am Sonntag ist die SG Kirchhof II zu Gast in der Lüdertalsporthalle, Anwurf ist um 17 Uhr.