„Wir haben es wirklich spannend gemacht“, atmete Daniyel Cimen nach dem Halbfinaleinzug auf: „Es ist in Friedberg nie einfach, das hat die Vergangenheit schon gezeigt. Am Ende sind wir aber cool geblieben und haben unsere Elfmeter alle verwandelt.“ Sebastian Schmitt, Marius Grösch, Moritz Dittmann und Tim Korzuschek übernahmen im entscheidenden Moment die Verantwortung und lieferten ab: Während bei Friedberg Alit Usic und Alija Uzberovic verschossen, verwandelte die SGB alle vier Strafstöße. Am Ende war es Korzuschek, der den entscheidenden Elfmeter versenkte und für großen Jubel bei den Gästen sorgte. „Ich denke, am Ende stehen wir verdient im Halbfinale“, bilanzierte Cimen: „Wir haben das Spiel klasse angenommen und phasenweise richtig gut gespielt. Auf dem kleinen Platz wollten wir uns nicht auf einen wilden Schlagabtausch einlassen, hatten viel Ballbesitz und viel Kontrolle.“
Die Fuldaer waren schon vor dem Spiel gewarnt, immerhin hatte TGF im Achtelfinale bereits den TSV Steinbach Haiger aus dem Wettbewerb geworfen – und auch gegen die SGB agierten die Friedberger mutig und auf Augenhöhe: Roko Ivankovic brachte die Gäste bereits nach 13 Minuten aus dem Rückraum in Führung, TGF-Goalgetter Noah Michel stellte die Uhren allerdings nur vier Minuten später wieder auf null. „Eigentlich waren wir mit der Führung im Rücken auf einem guten Weg, Friedberg hat dann aber einen Ballverlust von uns gnadenlos ausgenutzt“, haderte Cimen: „Und ein Spieler wie Noah Michel nutzt das dann eben aus, da hat man seine Klasse gesehen“, lobte Cimen den TGF-Torschützen. Im Folgenden entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, Chancen vor den Toren waren auf beiden Seiten Mangelware – zumindest bis zur Schlussphase, als die SGB den Druck nochmal erhöhte und die Entscheidung unbedingt in der regulären Spielzeit herbeiführen wollte: Leon Pomnitz scheiterte aus sieben Metern freistehend, einen Kopfball von Tim Korzuschek parierte der frühere Steinbacher Keeper Philip Bagus überragend, dazu scheiterte Marvin Pourié, ebenfalls per Kopf, am Aluminium.
Daniyel Cimen haderte darüber hinaus mit der ein oder anderen Schiedsrichterentscheidung: „In der ersten Halbzeit wird Marvin Pourié ohne Ball einfach umgeschubst, Leon Pomnitz danach umgestoßen. Das waren schon zwei klare Elfmeter“, kritisierte Cimen: „In der zweiten Halbzeit hatte Marvin dann nur noch den Torwart vor sich, er berührt den Ball außerhalb vom Strafraum mit der Hand – der Schiedsrichter gibt aber nur Gelb.“ Am Ende hätten die Fehlentscheidungen nicht wehgetan, fragwürdig seien sie aber definitiv gewesen, betonte der Barockstadt-Trainer. Dank der eigenen Nervenstärke fielen die Entscheidungen letztendlich aber nicht ins Gewicht, die Gäste konnten sich über einen unter dem Strich verdienten Halbfinaleinzug freuen. In der Vorschlussrunde gastiert die SG Barockstadt nun am Bieberer Berg bei Kickers Offenbach.
Friedberg: Bagus; Izberovic, Henrich (89. Jost), Usic, Solak (66. Yikilmaz), Dudda, Jürgens (83. Letica), Hagley, Michel, Böger (90+1. Matondo), Reljic
Barockstadt: Zapico; Habermehl, Pomnitz (88. Köhler), Korzuschek, Sarpei, Dittmann, Frey, Schmitt, Pourié, Kraft, Ivankovic (90+2. Grösch)
Tore: 0:1 Roko Ivankovic (13.), 1:1 Noah Michel (17.)
Zuschauer: 500.
