Fußball 13.02.2026

Hessenpokal – Kribbeln ist wieder da: SGB vor großer Herausforderung

Fulda (pf) – Hopp oder Top – die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz steht vor dem ersten Pflichtspiel nach der Winterpause, und das ist womöglich das bisher wichtigste der Saison. Am Samstag (14 Uhr) kämpft der Regionalligist im Viertelfinale des Fußball-Hessenpokals bei Türk Gücü Friedberg ums Weiterkommen. Und nur darum geht es.

Leon Pomnitz (vorne, rechts) und Hans Nunoo Sarpei wollen mit der SG Barockstadt den nächsten Schritt zum Pokalsieg machen – allerdings wird es in Friedberg alles andere als ein Spaziergang. Foto: Christine Görlich

Der kurzfristige Test gegen den Hünfelder SV (3:2) brachte der SG Barockstadt insofern etwas, dass „möglichst jeder ungefähr die gleichen Spielminuten in der Vorbereitung in den Knochen hat“, so Trainer Daniyel Cimen. Auch in Sachen Intensität war es nochmal eine gute Einheit für den Regionalligisten: „Wir wissen, dass die Spiele gegen Hünfeld uns immer extrem fordern. Da konnten wir schon ein bisschen was mitnehmen. Trotzdem kannst du nicht imitieren, was uns am Samstag erwartet“.

Da wartet nämlich das Viertelfinale im Hessenpokal – einem Wettbewerb, der jetzt erst recht dem verstorbenen Vorstand Dirk Schütrumpf zu Ehren gewonnen werden soll. Sportlich ist die Hürde zwar ein Hessenligist – aber eine der höheren. Türk Gücü Friedberg schnupperte zuletzt zweimal am Aufstieg in die Regionalliga Südwest und erreichte 2024 sogar das Finale im Hessenpokal, dann war nach einem dramatischen Duell gegen den OFC Schluss. Als aktueller Hessenliga-Vierter will TGF auch in der Restrunde wieder ein Wörtchen oben mitreden – und im Pokal die Großen ärgern. „Favorit hin oder her – wir wissen, dass in einem Spiel alles möglich ist, sowohl in unserer Rolle, als auch für einen Außenseiter“, warnt Cimen direkt.

Für das SGB-Trainerteam gehe es darum, die Vorbereitung Revue passieren zu lassen und die richtige Startelf zu finden. Eins verspürt Cimen jedoch im gesamten Team: „Eine gewisse Vorfreude ist da. Die Anspannung ist was ganz anderes“. Er finde es „nicht verkehrt“, vor dem Liga-Auftakt den Hessenpokal zu spielen: „Man will ja immer diesen einen Härtetest haben – den haben wir jetzt mit Wettkampf. Natürlich gehen wir alle das genauso an und wollen weiterkommen“. Im Pokal gehe es am Ende aber nicht primär um das „wie“, sondern darum, „dass du weiterkommst“.

Cimen fordert von seinen Jungs am Burgfeld „Aggressivität, Bereitschaft und Körpersprache“, und ist sich gleichzeitig sicher, „dass Friedberg all das an den Tag legen wird und nur darauf wartet, dass wir es nicht tun“. Auch, weil es voraussichtlich auf den engen und kurzen Kunstrasen gehen wird, betont der Coach: „Das wird im Zentrum extrem kuschelig, da müssen und werden viele Zweikämpfe geführt“.

Ohne Kevin Hillmann muss die SGB das Viertelfinale antreten, er machte unter der Woche seine ersten Versuche, aber sei noch nicht so weit. Moritz Reinhard war krank und ist noch fraglich. Den Gegner hingegen will Cimen nicht nur auf Ballermann Noah Michel und Freistoßkünstler Toni Reljic reduzieren, sondern betont: „Sie haben vorne noch Yikilmaz, und sich im Winter mit Solak aus Stadtallendorf verstärkt. Alles Spieler, die Regionalliga gespielt haben oder das könnten. Das haben sie in solchen Pokalspielen auch schon oft gezeigt“.