Die äußeren Umstände waren „nicht immer optimal“, umschreibt Hünfelds Trainer Johannes Helmke die zurückliegende Wintervorbereitung, doch auf dem Papier betrachtet – und auch inhaltlich – machte der HSV das Beste daraus: „Wir haben das Maximale rausgeholt, haben viel trainiert, auch wenn es mal nicht auf dem Platz ging. Zuletzt hat es sich dann ja auch normalisiert, und alles in allem können wir zufrieden sein, auch wenn nicht immer alle da waren“. Die Ergebnisse sollten eine breite Brust bringen: Mit Hessen Kassel II, Steinbach und Bad Soden wurden die drei Verbandsliga-Topteams zu null geschlagen, auch der Auftritt beim 2:3 gegen die SG Barockstadt war positiv.
„Wir haben viel mit der Mannschaft gesprochen und analysiert“, sagt Helmke, und weiß aus diesen Gesprächen heraus, „dass wir genug Selbstvertrauen haben“. Damit soll der Auftakt in Nordhessen gelingen, wo es wohl witterungsbedingt auf den Kunstrasen des KSV Baunatal geht. Gerade dann, betont Helmke, braucht es Tugenden: „Die Vorbereitung zählt jetzt auch nicht mehr. Wir brauchen Bereitschaft, Intensität und Zusammenhalt, um die Situation so anzunehmen“. Die Hessenliga sei in diesem Jahr „verrückt“, auch wenn Baunatal als Tabellendritter zu den Teams gehöre, die „zurecht“ hohe Ansprüche haben. Punktetechnisch ist der KSV aber näher am HSV auf Platz zwölf dran, als am Zweitplatzierten aus Eddersheim, was Helmkes Aussage unterstreicht. „Es sind viele auf einem ähnlichen Niveau, da geht es viel um Tagesform und auch darum, wer mit dieser besonderen Situation besser umgeht – nach jetzt fast drei Monaten ohne Pflichtspiel“. Und: Der HSV schlug Baunatal schon am allerersten Spieltag dieser Saison – warum nicht auch nochmal?
Einige Ausfälle gibt es aber im Lager der Osthessen: Bartosz Witkowski (Fuß) und Yunus-Emre Kocak (Wade) konnten kaum trainieren, Max Lindemann ist nach Krankheitspause noch geschwächt. Dennis Müller befindet sich nach seiner Verletzung im Aufbautraining, ist aber noch keine Option, Thore Hütsch sei nach ewig langer Pause zwar „auf einem guten Weg“, habe aber auch noch Rückstand. „Es zwickt noch ab und zu, aber das ist auch normal“, so der Trainer. Jonas Simon fehlt mit seinem Kreuzbandriss ohnehin monatelang, auch Nils Witte steht noch nicht zur Verfügung. Aber: „Das darf man nicht zu hoch hängen – wir haben auch genügend topfitte Spieler“, betont Helmke und ist froh über seinen Kader. Die Entscheidung im Tor ist derweil schon gefallen, nachdem sich zuletzt Jannis Maul und Andrei Boureanu die Spielzeit in den Testspielen aufteilten: „Jannis wird erstmal starten“, erklärt Helmke, das sei im Training mit Daniel Freidhof abgestimmt und kommuniziert worden. Doch der Coach fügt an: „Wir haben zwei super Torhüter, beide haben mitgezogen, waren immer da und haben Leistung gebracht“. Zwischen den Pfosten gibt es also keine Sorgen in der Haunestadt.
Hessenliga
Freitag
19.30 Uhr
Darmstadt 98 U21 – Türk Gücü Friedberg
Samstag
14 Uhr
FC Gießen – Hummetroth
Stadtallendorf – Fernwald
14.30 Uhr
VfB Marburg – CSC Kassel
Weidenhausen – Hanauer FC
KSV Baunatal – Hünfelder SV
15.30 Uhr
Waldgimres – TuBa Pohlheim
Sonntag
15 Uhr
SC Hanau – Eddersheim
15.30 Uhr
Walldorf – Eintracht Frankfurt U21
