Lokales FD 24.02.2026

Heiler erhält Kulturpreis – Standing Ovations für Ex-Stadtarchivar

Fulda (pk) – Dr. Thomas Heiler erhielt im feierlichen Rahmen des gut gefüllten Fürstensaals im Fuldaer Stadtschlosses am Montagabend den Kulturpreis der Stadt Fulda – überreicht von Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld. Zudem trug sich der Preisträger in das Ehrenbuch der Stadt ein.

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (links) und Stadtverordneten-Vorsteherin Margarete Hartmann gratulierten Preisträger Dr. Thomas Heiler (Zweiter von rechts) und dessen Partnerin Franziska Ihle-Wirth (rechts). Foto: Paul Kukula

Zum Einstieg in den feierlichen Abend spielten Carsten Rupp und Daniel Nikolas Wirtz „Azzurro“ von Paolo Conte – ein Künstler, den der Preisträger gerne einmal auf dem Domplatz sehen würde. Oberbürgermeister Wingenfeld begrüßte das Publikum und würdigte die Arbeit des langjährigen Stadtarchivars und Leiters des städtischen Kulturamtes. Zunächst ordnete Wingenfeld die Bedeutung des Preises ein: „Für besondere Leistungen kultureller Art“ könne der Kulturpreis der Stadt Fulda verliehen werden.“

Heiler habe sich während seiner 27-jährigen Tätigkeit außerordentliche Verdienste um die Erforschung und Vermittlung der Stadtgeschichte erworben und sich weit über den dienstlichen Rahmen hinaus engagiert. Intensiv beschäftigte er sich zudem seit Jahren mit der Geschichte jüdischen Lebens in Fulda seit dem Mittelalter und ist Schriftführer im Fuldaer Geschichtsverein. „So kann ich verraten, dass in der Stadtverordnetenversammlung am 12. Dezember einstimmig für den Erhalt des Kulturpreises für Dr. Heiler abgestimmt wurde – es gab überhaupt keine Diskussionen“, so der Oberbürgermeister, der schmunzelnd ergänzte, dass Heiler der bisher jüngste der nun insgesamt 18 Preisträger sei. Im Nachgang spielte der junge Onrie-Ilaj Bajrovic von der Musikschule der Stadt Fulda ein klassisches Stück auf dem Klavier.

„Der Preis freut und ehrt mich sehr, und gleichzeitig wacht in mir der immer selbstkritische Schwabe, der sich fragt: Hast du das wirklich verdient?“ begann der gebürtige Ludwigsburger seine Dankesrede. In sehr persönlichen Worten schilderte er, wie er über die Biografie seines Vaters, der 1924 geboren wurde und mit 17 Jahren in den Krieg ziehen musste, zur Geschichte fand. Im Nachgang hielt er ein Plädoyer für Archive, denn sie seien wie „Bollwerke“ gegen Fake News. Ebenso wichtig war ihm, die Bedeutung der Fuldaer Stadtgeschichte zu betonen. „In der Rangliste der Einwohnerzahl steht Fulda auf Platz 137 und ich bin der Meinung, dass die Stadt unter die Top 20 muss, wenn man die geschichtliche Vergangenheit betrachtet“, schloss Heiler seine Rede unter tosendem Applaus und Standing Ovations ab. Zum Abschluss gab es eine weitere musikalische Darbietung der Künstler Rupp und Wirtz, ehe sich Heiler hochoffiziell in das Ehrenbuch der Stadt Fulda eintrug.

Kulturpreis für Dr. Thomas Heiler. Fotos: Paul Kukula