Zu Beginn begrüßte Siegfried Zeyer die Rekruten sowie die zahlreichen Zuschauer und Politiker. Er betonte die Wichtigkeit des Heimatschutzes: „Wir haben seit einiger Zeit eine grundsätzliche Lageänderung. Die Sicherheit ist nicht mehr garantiert – wir alle, aber besonders die Bundeswehr, muss etwas tun“, so der Kommandeur. Im Nachgang erklärte Zeyer, was es bedeutet, nun vollwertiger Soldat zu sein. Die Rekruten absolvierten zuvor eine sechsmonatige Basisausbildung in der Ausbildungskompanie des Regiments. Zu dieser gehörten unter anderem Gefechtsdienst, Schießen, Erste Hilfe und Formaldienst. „Ich möchte noch einmal bekräftigen: Der Heimatschutz ist keine nachrangige Sekundärfähigkeit – Heimatschutz bedarf gehöriger Professionalität“, schloss Zeyer ab.
Auch Ministerpräsident Boris Rhein war vor Ort und appellierte in seiner Ansprache: „Die Zeiten von Soft Power und Appeasement sind vorbei. Wir müssen unsere Verteidigung in die eigene Hand nehmen und sicherer, souveräner und resilienter werden. Wir stehen mitten in einer Neuordnung der Welt. Die internationale Ordnung, die auf Rechten und Regeln ruhte, gibt es so nicht mehr. Deshalb kommt der Bundeswehr eine zentrale Rolle zu.“ Rhein dankte den Soldatinnen und Soldaten für ihren Einsatz. Was sie täglich leisten, sei kein normaler Dienst, da sie geloben, Deutschland tapfer zu verteidigen. Dies verdiene Respekt, Anerkennung und Wertschätzung.
Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld kam ebenfalls zu Wort: „Wir empfinden es als große Ehre, dass im Jahr des Hessentages erneut ein Gelöbnis in Fulda stattfindet.“ Im demokratischen Europa gelte es, verteidigungsfähig zu sein, um gar nicht erst in die Position zu kommen, sich verteidigen zu müssen. „Ich wünsche Ihnen die Gewissheit, dass Sie einen ganz konkreten und wesentlichen Beitrag für unser Gemeinwohl leisten“, gab Wingenfeld den Soldaten mit auf den Weg. Ehe es zum feierlichen Gelöbnis kam, sprach Hennig Schmidt als Sprecher der Rekruten zum Publikum. Er versicherte, dass der Weg kein einfacher gewesen sei, aber alle aus Überzeugung und Willen mitgezogen hätten. „Wir wollten beweisen, dass wir durchhalten, wenn es unbequem wird, dass wir zusammenstehen, wenn es schwierig wird, und dass wir Verantwortung übernehmen – füreinander und für unser Land“, so Schmidt.
Nach den Ansprachen folgte schließlich der Höhepunkt des Tages: Mit dem Fahneneid bekannten sich die Rekruten zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Damit unterstrichen die frischgebackenen Soldaten ihre Verpflichtung gegenüber der Verfassung und der Bevölkerung. Nach dem Gelöbnis spielte das Heeresmusikkorps Kassel die deutsche Nationalhymne, ehe es zum feierlichen Ausmarsch kam. Im Anschluss durften sich alle in das Ehrenbuch der Stadt Fulda eintragen. Für geladene Gäste und das Heimatschutzregiment fand zusätzlich ein Empfang in der Kapelle des Vonderau-Museums statt.
Immer ganz schnell informiert mit unseren Push-Nachrichten oder über unseren WhatsApp-Kanal - Registrierung hier: https://whatsapp.com/channel/0029VaCj4vq3GJP18XQ5Ng2r
Zu den Push-Nachrichten: Wir haben eine App, über die wir die Push-Benachrichtigungen für die iPhone- und iPad-Besitzer verschicken. Damit werden dann auch alle iOS-Nutzer sofort informiert. Die Osthessen-Zeitung-App bekommen Sie im App-Store zum kostenlosen Download.
