„Die Dynamik nach der Veröffentlichung der Veranstaltung hat uns selbst überrascht“, erklärt Andreas Goerke von Fulda stellt sich quer e.V.. „In vielen Regionen Hessens und darüber hinaus bereiten sich Initiativen, Vereine und engagierte Einzelpersonen darauf vor, an diesem Tag in Fulda ein sichtbares Zeichen zu setzen.“
Nach öffentlichen Informationen handelt es sich bei der geplanten Struktur um eine Neugründung im Umfeld der bisherigen „Jungen Alternative Hessen“. Diese war vom hessischen Landesamt für Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft worden. Aus Sicht von Fulda stellt sich quer e.V. stellt sich daher die Frage, inwieweit personelle und inhaltliche Kontinuitäten bestehen. Der Verein sieht die Gefahr, dass bekannte extrem rechte Positionen unter neuem organisatorischem Rahmen fortgeführt werden könnten.
„Für uns entsteht der Eindruck: alter Wein in neuen Schläuchen“, so Goerke. „Eine klare und glaubhafte Abgrenzung von extremistischen Ideologien ist bislang nicht erkennbar.“ Besonders kritisch bewertet der Verein, dass die Veranstaltung nach derzeitiger Planung in einem Bürgerhaus der Stadt Fulda stattfinden soll. „Bürgerhäuser sind Orte der demokratischen Begegnung und stehen grundsätzlich allen Bürgerinnen und Bürgern offen. Gleichzeitig erwarten wir von der Stadt eine sorgfältige rechtliche und politische Prüfung, ob und in welchem Rahmen eine solche Veranstaltung dort stattfinden sollte“, so Goerke weiter. Fulda stellt sich quer e.V. fordert die Stadt Fulda auf, alle rechtlichen Möglichkeiten zu prüfen, um eine Nutzung kommunaler Räume durch extrem rechte Strukturen zu verhindern.
Der Protest am 28. März 2026 soll friedlich, vielfältig und kreativ sein – ein Spiegelbild der Stadtgesellschaft. Zahlreiche Vereine, Kirchen, Gewerkschaften, Jugendinitiativen und weitere Akteurinnen beteiligen sich an den Vorbereitungen. Auch bekannte Künstlerinnen haben ihre Unterstützung signalisiert; konkrete Beiträge befinden sich noch in Abstimmung.
Die Organisatorinnen rechnen mit einer guten vierstelligen Zahl an Teilnehmern. „Viele Menschen machen deutlich, dass sie für Demokratie, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander einstehen. Dieses Engagement werden wir am 28. März in Fulda sichtbar machen“, betont Goerke. Weitere Informationen zum Ablauf und zu beteiligten Organisationen werden in den kommenden Wochen veröffentlicht.
