TVH-Trainerin Sabine Teichmann musste ihr Team zur zweiten Halbzeit wachrütteln, nachdem „wir in der ersten gar keinen Handball gespielt haben. Wir haben einfach alles über uns ergehen lassen“. Weit im Rückstand waren die Hersfelderinnen nach 30 Minuten, danach wurde es allerdings schlagartig besser: „Am Ende war es absoluter Wille und wahnsinniger Kampfgeist, sechs Tore noch aufgeholt zu haben“.
Sechs Tore waren es in der ersten Hälfte schon über weite Strecken, Hersfeld hatte zunächst keinen Zugriff bekommen. Mit Beginn des zweiten Durchgangs brach dann aber Zwingenberg mehr und mehr ein. Dennoch lief Hersfeld noch länger dem Rückstand hinterher. Erschwert wurde die Lage durch die Anzeige, die im Rücken der Bank hing und schwer einsehbar war. So wurde das Zeitmanagement knifflig, und auch mit der Spielweise des Tabellenletzten haderten die Gäste: „Hannah Söllner war nach dem Spiel ganz blutig, Ellbogen und Hüften waren blau. Sie hatten viele Zeitstrafen, haben sehr hart gespielt und uns nichts geschenkt. Aber wir hätten es auch anders lösen können“. Am Ende musste der TVH nach dem starken Comeback mit dem Punkt leben, den Lara Raguse mit einem Siebenmeter in letzter Sekunde sicherte. Zuvor hatte Andra Lucas einen Siebenmeter vergeben – „da war es schon eine Kopfsache“, so Teichmann. Gespielt wurde ohne Harz.
Hersfeld: Manteufel, L. Raguse (6/2), Teichmann (7/1), Söllner (3), Busalt, Holzapfel, Höhmann, Petermann (1), Hugo (5), Herrmann, Lucas (7/3), Braun (5), Eimer.
