Handball 27.02.2026

Frauen-Derby in der Geistalhalle – TVH-Reserve unter Zugzwang

Osthessen (jk) – Der lokale Handball hat am Wochenende wieder viel zu bieten: Am Samstag (16 Uhr) empfangen die Frauen des TV Hersfeld II in der Oberliga Nord die HSG Großenlüder/Hainzell. Das Osthessen-Derby verspricht einiges, denn beide Teams stehen unter Zugzwang. Am Sonntag (17 Uhr) gibt es in der Halle in Großenlüder ein Topspiel zwischen dem Tabellendritten und -vierten der Männer-Oberliga zu sehen: Die HSG um Trainer Sebastian Peppler trifft dabei auf den engsten Verfolger TSG Dittershausen.

Foto: Christine Görlich

Frauen

Die Osthessen-Derbys sind immer etwas Besonderes. Eine spezielle Atmosphäre entsteht allerdings erst recht, wenn es um die Meisterschaft oder den Klassenerhalt geht. In der Geistalhalle in Bad Hersfeld steigt ein richtungsweisendes Derby jetzt zwischen der Hersfelder Zweitvertretung und der HSG Großenlüder/Hainzell. Beide Teams stehen nach 16 Spieltagen in der unteren Tabellenhälfte der Oberliga Nord. Besonders die Gastgeberinnen stehen drei Punkten hinter den Gästen und somit unter Zugzwang – das sieht auch TVH-Trainerin Ute Berz so: „Beide Teams stehen unter Druck – der Anreiz ist da“.

Das Hinspiel Ende Oktober konnte die HSG knapp für sich entscheiden. Daher erwartet Berz ein ähnliches Spiel, allerdings hoffe sie auf einen anderen Ausgang. „Großenlüder ist ein Gegner auf Augenhöhe. Es wird ein ausgeglichenes Spiel, denn beide Teams werden ihre Stärken ins Spiel einbringen“. Besonders aufpassen muss die Hersfelder Defensive auf Lisa Peppler, die derzeit mit 71 Toren die beste HSG-Torschützin ist. „Die müssen wir in Schach halten und unsere Stärken ausspielen“, fordert Berz. Dennoch möchte die Trainerin den Fokus nicht zu sehr auf den Gegner legen. In den Derbys komme es besonders auf eine mannschaftliche Geschlossenheit an. „Wir müssen unsere Schnelligkeit und den Zug zum Tor auf das Feld bringen“, so Berz weiter. Sollten die Hersfelderinnen gewinnen, würden sie bis auf einen Zähler an die HSG heranrücken. Bei einer Niederlage würde der Rückstand auf fünf Punkte anwachsen. „Wir müssen liefern“, weiß die Trainerin. Personell gehe Hersfeld derzeit allerdings auf dem Zahnfleisch. Aufgrund einer Krankheitswelle konnte Berz am vergangenen Spieltag gegen die HSG Wildungen/Friedrichstein/Bergheim II auf nur sieben Spielerinnen einsetzen. Zum Derby sollen es aber wieder mehr werden.

Personell deutlich besser aufgestellt sind die HSG-Frauen. „Wir haben 16 Mädels, die allesamt am Samstag auf der Platte stehen können“, freut sich Trainer Liviu Pavel. Der letzte Sieg für Großenlüder/Hainzell datiert vom 1. Februar, darauf folgten zwei Niederlagen. In der Festspielstadt möchten die Gäste jetzt wieder etwas Zählbares mitnehmen. „Wir haben etwas Durst nach Punkten. Deshalb fahren nach Hersfeld, um dort was zu holen“, gibt Pavel die Marschroute vor. Das dies allerdings kein Selbstläufer wird, weiß auch der Gäste-Coach. „Sie haben eine gute junge Mannschaft mit einigen schnellen Spielerinnen“, lobt er den TVH. Besonders Madlen Bittorf gelte es, in den Griff zu bekommen. Mit 117 Treffern in 16 Partien gelingen Bittorf im Schnitt über sieben Tore pro Spiel. „Wenn wir sie in den Griff bekommen, haben wir eine gute Chance“, so der Coach. 

Die Hersfelder Regionalligamannschaft ist dagegen bereits am Samstag (18 Uhr) direkt nach dem Oberliga-Derby gefordert. In der Geistalhalle empfängt das Team von Trainerin Sabine Teichmann die HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden.

 

Männer

Auf die Handballer des HSV wartet in der Männer-Oberliga Nord am Wochenende eine absolute Mammutaufgabe. Am Sonntag (17 Uhr) treffen die noch sieglosen Hünfelder auswärts auf den Tabellenzweiten HSG Baunatal. Zeitgleich dazu empfängt Großenlüder/Hainzell die TSG Dittershausen am Sonntag. Eine Pflichtaufgabe steht für die Handballer des TV Hersfeld an: Am Samstag (18 Uhr) geht es für das Team von Trainer Dragos Negovan zum Tabellenzehnten VfB Bettenhausen.