Lokales FD 02.02.2026

Chancen und Risiken von KI – KAB-Jahresauftaktveranstaltung

Fulda (pm/gü) – Mit einem Gottesdienst und einem anschließenden Impulsvortrag startete die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) der Diözese Fulda im Bonifatiushaus Fulda mit über 80 Teilnehmern in ihr neues Verbandsjahr. Die gesellschaftliche Bedeutung Künstlicher Intelligenz (KI) stand im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Von links: Ivona Gebala, Egon Schütz, Klaus Schmitt, Dr. Klara-Aylin Wenten, Gunter Geiger. Foto: KAB Fulda.

Diözesanvorsitzender Klaus Schmitt begrüßte die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer und dankte der Stiftung der KAB Zass für die finanzielle Unterstützung sowie der Katholischen Akademie des Bistums Fulda, vertreten durch Akademiedirektor Gunther Geiger, für die bewährte Zusammenarbeit. Ein besonderer Gruß galt Mathias Ziegler, der sein Amt als neuer Diözesansekretär kürzlich antrat.

Die Referentin Dr. Klara-Aylin Wenten von Universität Kassel führte zunächst in die grundlegenden Funktionsweisen von KI ein. Sie erläuterte, dass KI-Systeme große Datenmengen sammeln und auswerten, daraus Muster erkennen und sich flexibel an neue Situationen anpassen können. Anwendungsbeispiele aus Personalwesen, Gesundheitswesen, Logistik, Forschung, Kundenservice und Wartung verdeutlichten die breite Einsatzpalette. Zugleich betonte die Referentin, dass KI nie neutral sei, sondern immer von wirtschaftlichen, politischen und institutionellen Interessen geprägt werde. Chancen wie Entlastung, Effizienzsteigerung und neue Arbeitsmöglichkeiten stünden Risiken wie Kontrolle, Anpassungsdruck und dem Verlust persönlicher Autonomie gegenüber.

Im zweiten Teil des Vortrags rückte das soziale Zusammenleben in den Fokus. KI könne in Chat-Anwendungen persönliche Beziehungen simulieren und damit Einsamkeit lindern oder im Alltagsmanagement unterstützen. Gleichzeitig warnte die Referentin vor problematischen Entwicklungen: Emotionale Krisen dürften nicht allein durch technische Lösungen abgefangen werden, und der Schutz der Privatsphäre müsse gewahrt bleiben. „Künstliche Intelligenz ist nicht autonom und besitzt keine eigene Intelligenz. Sie wird von Menschen entwickelt, programmiert und eingeführt. Deshalb tragen wir als Gesellschaft Verantwortung dafür, in welche Richtung sich KI weiterentwickelt“, betonte die Referentin.

Zum Abschluss dankte Diözesanvorsitzender Egon Schütz der Referentin für ihren anschaulichen und gut verständlichen Beitrag. Der Jahresimpuls mache deutlich, wie wichtig eine verantwortungsvolle Gestaltung technologischer Entwicklungen für Arbeitswelt und Gesellschaft ist.