„Ich unterstütze die ‚Muster-Kita‘ hier in Burghaun“, sagte die Ministerin und erläuterte, was hinter dem Landesprogramm steht, das aktuell in den finalen Zügen liege. Die Pläne für die „Muster-Kitas“ sollen im Anschluss, voraussichtlich noch in diesem Jahr, veröffentlicht werden. Durch vorgeplante Referenzen nach dem Baukastensystem soll das Bauen von neuen Kindertagesstätten für Kommunen oder sonstige Kita-Träger schneller, flexibler und kostengünstiger werden. „Für uns wäre es ein Riesenschritt, wenn wir Pilotkommune werden könnten“, sagte Burghauns Bürgermeister Dieter Hornung im Anschluss zu Osthessen-Zeitung. Die Marktgemeinde plane aktuell einen Kita-Neubau mit zwei U3- und vier Ü3- beziehungsweise gemischten Gruppen. Die Bauleitplanung sei bereits abgeschlossen und die Gemeinde sei nun in einem frühen Stadium der Projektplanung. Auf den Baukasten der „Muster-Kita“ zurückgreifen zu können würde dies erheblich einfacher machen.
In ihrem Impulsvortrag hatte Hofmann zudem auf die aktuell herausfordernden Zeiten in einer zunehmend digitaleren und globaleren Welt, in der sich auch die Arbeit in einem Transformationsprozess befinde, geblickt. „Gerade in diesen Zeiten ist Familie wichtig“, hob Hofmann hervor und dafür brauche es die richtigen Rahmenbedingungen. Sie führte auf, wie das Land die Kommunen beim Thema frühkindliche Bildung unterstütze: „Bildung, Betreuung, Bauen – das sind die drei Pakete, die wir geschnürt haben.“ Des Weiteren ging sie auch auf die Stärkung des ländlichen Raums ein und blickte dabei unter anderem auf die Bereiche Jugendförderung, Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, ÖPNV und Gesundheitsversorgung. Anschließend konnten die Besucher ihre Fragen an die Ministerin stellen, dabei gab es zum Beispiel konkrete Nachfragen zu den Themen Fachkräfte in Kitas uns Ganztagsbetreuung.
Moderiert wurde der Abend von Jonas Dittmann, der in seiner Einführung betont hatte: „Angesichts des demografischen Wandels stellen junge Familien eines der wertvollsten Güter der Gesellschaft und auch der Gemeinde Burghaun dar.“ Gerhard Kaiser, der für die SPD im Gemeindevorstand sitzt, stellte im Anschluss die Ministerin vor und hob insbesondere ihr bis heute anhaltendes ehrenamtliches Engagement in der Kommunalpolitik hervor. Im Anschluss an Hofmanns Vortrag und die Fragerunde gab es noch einen Talk mit mehreren SPD-Kandidaten für die Burghauner Gemeindevertretung und den Fuldaer Kreistag. Auf dem Podium standen Andreas Maraun (Eichenzell), Karlheinz Schott (Rothenkirchen), Gerhard Kaiser (Burghaun), Anne-Lisa Baumgart (Burghaun), Michael Bätza (Burghaun) und Tim Hofmann (Langenschwarz). Danach gaben noch weitere Kandidaten kurze Statements zu ihren Zielen ab. Unter den Gästen in der Haunehalle waren unter anderem auch die SPD-Landtagsabgeordnete Tanja Hartdegen, Mitglieder der Gemeindevertretung und Bürgermeister Hornung.
