Auf die Frage nach zuletzt gesunkenen Umfragewerten zeigte sich Banaszak kämpferisch: „Wir machen jetzt Wahlkampf und wollen dafür sorgen, dass der Trend wieder nach oben geht.“ Die Grünen kämen aus einer Phase mit sehr starken Ergebnissen: „Wir kommen aus einem Allzeithoch und natürlich wünscht man sich, dass wir da so nah wie möglich wieder rankommen. Dafür kämpfen wir.“
In diesem Zusammenhang nimmt Banaszak außerdem eine veränderte Stimmung wahr. „Ich erlebe schon in den letzten Wochen eine veränderte Stimmung. Wenn ich das jetzt mit dem Bundestagswahlkampf vergleiche, wird mir da mehr zugehört. Leute interessieren sich dafür, was wir im Angebot haben.“ Trotz der schwierigen politischen Lage sei klar: „Wir machen weiter, auch wenn die Lage hart ist.“
Auch auf die Bedeutung Hessens für die Partei ging Banaszak ein. Zwar wolle er kein Bundesland über ein anderes stellen, dennoch betonte er die besondere Erfahrung hier: „In Hessen gibt es eine große Erfahrung damit, dass die Grünen nicht nur tolle Ideen haben, sondern auch in der Lage sind, sie umzusetzen.“ Zehn Jahre Regierungsverantwortung hätten gezeigt, dass grüne Politik wirke. Viele Menschen sähen heute, „dass es die Grünen sind, die die Zukunftsfragen in der entschiedeneren Weise angehen“.
Ein zentrales Thema in Fulda ist außerdem der öffentliche Nahverkehr. Gerade in kleineren Städten und im ländlichen Raum müsse Mobilität für alle möglich sein, so Banaszak: „Wir stehen für eine Verkehrspolitik, die es allen Menschen ermöglicht, mobil zu sein.“ Es gehe nicht um ein Entweder-oder zwischen Auto und Bus: „Es gibt Menschen, die aufs Auto angewiesen sind. Aber es gibt ganz viele, die hätten gerne eine Möglichkeit, auch wenigstens einmal pro Stunde mit dem Bus fahren zu können.“ Am Ende sei Mobilität eine Frage der politischen Prioritäten. Die Grünen setzen darauf, dass „egal ist, ob man Auto, Bus oder Fahrrad fahren will und trotzdem die Möglichkeit hat, sicher und verlässlich von A nach B zu kommen“.
Mit dem Besuch Banaszaks setzten die Grünen in Fulda ein sichtbares Zeichen für den Endspurt im Wahlkampf – und machten deutlich, dass sie auch auf kommunaler Ebene zentrale Zukunftsthemen gestalten wollen.
