Schießen 10.02.2026

Bundesligafinale – Kevelaer und Kelheim-Gmünd sind Titelträger

Rotenburg (pm/pf) – Das Luftpistolenteam des SV Kelheim-Gmünd zum sechsten Mal und die Luftgewehrmannschaft der SSG Kevelaer zum fünften Mal: So endete das spektakuläre Bundesligafinale Sportschießen in der Göbel Hotels Arena in Rotenburg an der Fulda. In zwei packenden Matches setzten sich die neuen Champions mit 3:2 gegen den SV 1935 Kriftel bzw. 3:0 den SSV Kronau durch. Bronze ging an den ESV Weil am Rhein und an den Bund München.

Fotos: DSB

An diesem Sonntag musste die K-Frage geklärt werden: Alle vier Goldfinalisten Kelheim-Gmünd, Kriftel, Kronau und Kevelaer beginnen mit diesem Buchstaben, alle vier strebten nach der Krone in Form des Meisterspiegels. Dabei waren die Voraussetzungen klar: Kelheim-Gmünd (5x), Kevelaer (4x) und Kriftel (2x) hatten allesamt das schwere Siegesstück bereits mehrfach in den Händen halten können, für Kronau war die Teilnahme am Goldfinale Premiere, ja, der Verein hatte bei seinen drei Finalteilnahmen zuvor noch nie eine Medaille gewinnen können.

Am Ende jubelten der SV Kelheim-Gmünd sowie die SSG Kevelaer und erhielten den Meisterspiegel aus den Händen von DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels. Am Ende jubelten der SV Kelheim-Gmünd sowie die SSG Kevelaer und erhielten den Meisterspiegel aus den Händen von DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels. Damit setzen sich auch zwei Serien fort: Im Gewehrbereich gewann zum zehnten Mal in Serie ein Team aus dem Norden, im Pistolenwettbewerb ging zum fünften Mal in Folge der Spiegel in den Süden.

 

Goldfinale Luftgewehr: Kevelaer zum fünften Mal ganz oben

„Wir haben nichts zu verlieren und streben ein Stechen an“, meinte Kronaus Max Braun mit einem verschmitzten Lachen. Wohlwissend, dass die Konkurrenz vor der Nervenstärke des fünfmaligen Stech-Champions zitterte. Doch so weit wollte es Nordmeister Kevelaer natürlich gar nicht kommen lassen, denn der Favorit strebte seinen fünften Bundesligatitel an. Und dementsprechend forsch begannen beide Teams, die erste Neun fiel erst im 47. Schuss beider Teams: „Stechkönig“ Gavin Barnick verfehlte die Zehn hauchzart (9,9). Das schien etwas „ansteckend“ zu sein, denn auch Annabelle Lotter und Larissa Wegner verfehlten die Mitte kurz danach. Kevelaer hielt bis zum 26. eigenen Schuss die Makellosigkeit, dann erwischte es Franka Janßan auf Position fünf. Doch nach der ersten Serie waren die Rheinländer klar auf Goldkurs: 100 Ringe standen für Anna Janßen, die nach dem sechsten Schuss eine längere Pause eingelegt hatte („Ich musste meine Schuhe etwas weitermachen, weil ich sonst die Kontrolle im Stehen nicht gehabt hätte!“) Ayonika Paul, Finnja Rentmeister und Franziska Driessen auf der Leinwand. Kronau kam nicht an das Niveau des Viertel- und Halbfinals heran: Lotter, die bereits nach 20 Minuten ihre 40 Wettkampfschüsse abgegeben hatte, ging mit lediglich 393 Ringen vom Stand. Und auch Barnick, Nele Stark und Lana Wurster hatten nach der Hälfte ihres Wettkampfes schon zwei bis vier Neuner geschossen. Die Hochrechnung nach knapp 25 Minuten lautete zwar 5:0 für Kevelaer, das war aber auch ein wenig trügerisch, denn die Abstände auf drei Positionen (2, 4 und 5) betrugen auch nur einen Ring. Aber Janßen, Paul und Rentmeister schossen wie ein Uhrwerk – nach 90 Schüssen des Trios hieß es 900 Ringe. Eine Neun von Paul mit ihrem 31. Schuss bedeutete Unentschieden auf Position zwei, denn Larissa Wegner hatte die gleiche Ringzahl vorgelegt. Die 1:0-Führung brachte Franka Janßen, denn ihre 394 Ringe waren von Gegnerin Lana Wurster nicht einzuholen. Kurz darauf brandete doppelter Jubel im Lager Kevelaers auf, denn Finaldebütantin Rentmeister sorgte mit ihrer persönlichen 400 Ringe-Premiere in der Liga für das 2:0, und Top-Schützin Anna Janßen machte es ihr nach und sorgte für das 3:0 und den Sieg.

Mit dem Triumph gelang der SSG Kevelaer der fünfte Bundesliga-Titel, damit zog der Verein mit dem bisherigen Rekordsieger ST Hubertus Elsen gleich. „Es war überwältigend, die Stimmung war megageil. Ich bin einfach nur glücklich, dass es geklappt hat“, brachte Rentmeister hervor. „Ich war vor dem Finale guter Dinge, wir waren relativ entspannt und hatten uns nicht den Druck gemacht, sondern wollten einfach nur Leistung zeigen“, sagte Trainer Simon Janßen. „Die vergangenen zwei Jahre waren nicht so erfolgreich, und wir wollten nochmals richtig angreifen. Wir sind ein junges, sehr ausgeglichenes Team, und die Fans sind natürlich Wahnsinn“, so der Erfolgstrainer, dessen Schwester Anna ergänzte: „Der Titel bewegt mich unfassbar! Alle, die hier in der Halle waren, wissen wie bedeutend das für mich und den Verein ist. Wir waren hier mit 70 Fans, das ist enorm für einen Verein, der ca. 150 Mitglieder hat. So ein Mannschaftserfolg ist noch einmal etwas ganz anderes und vor allem natürlich, weil es mein Heimatverein ist, bei dem ich groß geworden bin und dem ich so viel zu verdanken habe.“

SSV Kronau vs. SSG Kevelaer 0:3 (1976:1989)

Gavin Barnick vs. Anna Janßen 397:400
Larissa Wegner vs. Ayonika Paul 399:399
Annabelle Lotter vs. Finnja Rentmeister 393:400
Nele Stark vs. Franziska Driessen 396:396
Lana Wurster vs. Franka Janßen 391:394

 

Goldfinale Luftpistole: Kelheim gewinnt dramatisch mit dem letzten Schuss

Keine Frage, es war das „Traumfinale“: Südmeister Kelheim-Gmünd, der in der regulären Saison zwei Niederlagen einstecken musste, gegen Nordmeister Kriftel, der zum wiederholten Male ungeschlagen durch die Saison marschierte. Natürlich standen zahlreiche Top-Athleten an der Linie, bei Kelheim u.a. die drei Nationalkader Jason Solari/SUI, Philipp Grimm und Andras Köppl, bei Kriftel Christian Reitz und Ruslan Lunev/AZE. Und das Team von Trainer Detlef Glenz erwischte den besseren Start: Reitz setzte 98 Ringe und hatte damit ein erstes „Polster“ von vier Ringen auf Solari, auf Position vier startete Fabian Otto mit bärenstarken 98 Ringen und setzte Konkurrent Simon Weiß (93) damit mächtig unter Druck. Kelheim hielt vor allem mit Köppl auf Position drei dagegen, mit 97 Ringen schoss der 22-Jährige gegen Dominik Sänger (95) an. Die Positionen zwei und fünf waren nahezu ausgeglichen. Es entwickelte sich das erwartet umkämpfte Match, die Hochrechnungen wechselten ständig. Für Kriftel sah es auf den Positionen eins (Reitz 192) und vier (Otto 190) auch nach der Hälfte des Wettkampfes sehr gut aus mit Vorsprüngen von jeweils sechs Ringen. Eine Tendenz pro Kelheim gab es auf der fünften Position, auf der sich Christoph Schultheiß einen Drei-Ringe-Vorsprung gegenüber Maximilian Schenk erarbeitet hatte (188:185). Die Positionen zwei und drei lauteten nach 20 Schuss Unentschieden. Schnellfeuer-Olympiasieger Reitz war dann auch als erstes im Ziel und brachte seine Farben mit 384 souverän mit 1:0 in Führung, weil es bei Konkurrent Solari überhaupt nicht lief. Grimm und Schultheiß strebten mit Macht zu Punkten für ihr Team zu, Otto hatte auf Position alles unter Kontrolle. Und so deutete alles auf ein 3:2 hin und die Position drei zwischen Andreas Köppl und Dominik Sänger. Hier hatte Köppl nach drei Serien exakt einen Ring Vorsprung. Nach 38 Schüssen hieß es Gleichstand, die Dramatik war zu greifen. Als Sänger seinen 39. Schuss in die Acht setzte und Köppl in die Neun war der Kelheimer um einen Ring vorne und ließ sich von der Zehn von Sänger in dessen letzten Schuss auch nicht mehr aus der Ruhe bringen. Seine Zehn im letzten Schuss brachte die Entscheidung in einem packenden Finale, denn die anderen Duelle nahmen ihren erwarteten Verlauf. Damit jubelten die Bayern über ihren sechsten Sieg beim Bundesligafinale und näherten sich in der Siegerliste Rekordmeister SGi Waldenburg auf zwei Titel an. „Ich wusste, dass es richtig knapp ist, und der Puls ist richtig hochgegangen. Aber zum Glück habe ich die Nerven behalten. Es ist für mich der erste DM-Titel, nachdem ich im Vorjahr Silber gewonnen habe, der Titel bedeutet mir sehr viel“, so Köppl. Und Grimm, der bereits zum fünften Mal im Siegerteam steht, meinte: „Der Sieg bedeutet mir richtig viel. Wir sind seit zig Jahren immer in den Medaillenmatches, und das klare Ziel war auch eine Medaille, aber trotzdem muss man auch kleine Brötchen backen. Hier sind die acht besten Teams, es ist alles möglich. Wir feiern den Titel groß: Erst hier mit Pizza und zu Hause gibt es dann eine große Meisterfeier im großen Rahmen.“

SV Kelheim-Gmünd vs. SV 1935 Kriftel 3:2 (1879:1880)

Jason Solari vs. Christian Reitz 379:384
Philipp Grimm vs. Ruslan Lunev 381:376
Andreas Köppl vs. Dominik Sänger 375:374
Simon Weiß vs. Fabian Otto 373:378
Christoph Schultheiß vs. Maximilian Schenk 371:368

 

Die Ergebnisse der Medaillenmatches

Bronzematch Luftpistole: Sp.Sch.St.Seb.Pier2000 vs. ESV Weil am Rhein 2:3 (1873:1888)
Bronzematch Luftgewehr: SV Pfeil Vöhringen vs. Der Bund München 0:3 (1987:1993)
Goldmatch Luftpistole: SV Kelheim-Gmünd vs. SV 1935 Kriftel 3:2 (1879:1880)
Goldmatch Luftgewehr: SSV Kronau vs. SSG Kevelaer 0:3 (1976:1989)

 

Bundesligafinale Rotenburg an der Fulda: Von Sekunden, Königen und Präzision

Natürlich stehen die Wettkämpfe an den zwei Tagen des Bundesligafinals im Fokus, doch am Rande dieser gibt es einige Aspekte und Geschichten, die es auch lohnt zu erzählen. Manche sind zum Schmunzeln, bei einer anderen ist Wehmut dabei.

Lob: Michael Schwald hat schon zig Bundesligafinals miterlebt, Titel und Medaillen gewonnen und natürlich auch Matches verloren. Der 33-jährige Kaderschütze mit der Luftpistole möchte das Event nicht missen und sagt: „Es ist eine wahnsinnstolle Veranstaltung und mit die beste, die es im DSB gibt. Man schießt nicht nur für sich, sondern für sein Team und hält zusammen – im Sieg und in der Niederlage. So, wie wir das Bundesligafinale zelebrieren, ist es einfach sagenhaft.“ Und auch Final-Debütant Maxi Ulbrich war angetan: „Ich fand es sehr schön, so viel Unterstützung von den Rängen zu bekommen. Natürlich hat man sehr viel Vibrationen von den Trommeln am Körper gespürt, aber das hat sich nicht auf den Lauf ausgewirkt. Von daher passte das, es war alles super.“

Vorbildlich: Knapp 50 Helferinnen und Helfer des ausrichtenden Vereins SGi Mengshausen machten das Event erst möglich: Einlasskontrolle, Aufbau, Teambetreuung und Ansprechpartner für alle anfallenden Fragen. Ohne diese freiwilligen Helfer - zu erkennen in den schwarzen T-Shirts - geht es nicht, deswegen ein dickes Dankeschön an die Vereinsspitze mit Manuela Schmermund und Olaf Lenker sowie die Freiwilligen.

Sekundenhilfe: Im Bronzematch kam es bei Maxi Ulbrich auf einmal zu einer Unterbrechung: „Ich war sehr aufgeregt, habe sehr viel geschwitzt und hatte nicht mehr den nötigen Grip am Griff. Deshalb habe ich am Griff ein bisschen rumgewischt und dabei einen Teil vom Griffstück abgebrochen“, so Ulbrich. Doch sekundenschnelle Hilfe nahte: Trainer Norbert Ettner organisierte schnell einen Sekundenkleber, „sonst wäre es mit der Zeit am Ende auch etwas eng geworden.“

Wichtige Erfahrungswerte: Natürlich ist das Bundesligafinale ein absoluter Höhepunkt im nationalen Schießsport und auch für die teilnehmenden Athleten. Vor allem für Sportler, die jung sind und ggf. auch erstmalig daran teilnehmen. Denn diese Erfahrung ist wertvoll, um auch auf internationalem Terrain für Furore zu sorgen. So beispielsweise für Katrin Grabowski (SV Wieckenberg), David Obenaus und Leon Kabisch (beide PSV Olympia Berlin). Dieses Trio reist am Montag nach Burgas/BUL, wo es an der Druckluft-Europameisterschaft der U21 teilnimmt. „Es war viel los, es war sehr viel Lärm, sodass man in seinem Film war und einfach nur abliefern wollte. Das hilft definitiv für die EM: Da wird auch viel los sein, viele neue Menschen“, sagt Kabisch. Und Selbstvertrauen hat er auch mitgenommen, denn er sagt auch: „Mein Ziel ist es, Europameister zu werden. Egal, ob im Team oder im Einzel!“

Zuschauer: Die Tribünen waren gut gefüllt, Ohrenschutz definitiv angebracht: Keine Frage, die 1.600 Zuschauer und Fans der 16 teilnehmenden Finalisten sorgten an den zwei Tagen für echte Finalstimmung. Sei es mit Rasseln, Klatschpappen, Tröten oder Trommeln – die Schützinnen und Schützen waren gefordert, bei diesem Lärmpegel die Ruhe zu bewahren und Leistung zu zeigen.

Stechkönige: Die Älteren werden sich erinnern: In Quartett-Spielen musste bei gleichen Werten der Karten gestochen werden, und die Freude war diebisch, wenn bei der Stechkarte dann der „Supertrumpf“ kam. So ungefähr müssen sich die Fans von Kronau vorgekommen sein, denn im Viertel- und Halbfinale mussten die Schützen von Trainer Kurt Hillenbrand insgesamt fünf Mal ins Stechen gehen. Und fünf Mal ging der Punkt am Ende an die Kronauer, der „Supertrumpf“ war dabei US-Boy Gavin Barnick, der sowohl im Viertel- als auch im Halbfinale jeweils im vierten (!) Stechschuss für Jubel sorgte.

Präzision: Präzise. Flexibel. Einzigartig. Das ist der Slogan von DSB-Partner Meyton, der für die gesamte Elektronik beim Bundesligafinale zuständig ist. Und extrem präzise agieren natürlich die Schützen beim Bundesligafinale, beispielsweise die norwegische Ausnahmeschützin Jeanette Hegg Duestadt (Freiheit), die in ihrem eh schon perfekten Wettkampf (400 Ringe) auch den perfekten Schuss setzte: einen 0,0 Teiler! D.h. zentraler geht es nicht, und im Schießsport spricht man nicht von Zentimetern oder Millimetern, sondern von Mikrometern (1mm = 1000 Mikrometer). Bei den Pistolenschützen gelang Tobias Kaulen (Pier) der beste Schuss des Wochenendes mit einem ebenfalls sensationellen Teiler von 5,65.

Verabschiedung: Still, aber erfolgreich endete eine Erfolgsstory: Jolyn Beer, Schützin der SB Freiheit, beendete mit dem Auftritt im Viertelfinale ihre Schießsportkarriere. Und die war äußerst erfolgreich mit den Höhepunkten der Olympia-Teilnahmen in Tokio 2021 (6. Platz) und Paris 2024 (9. Platz) sowie Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften und Weltcups. Hervorzuheben dabei sicherlich der Sieg beim Weltcupfinale 2017 in Delhi/IND. Nachdem sie ihre internationale Karriere 2024 beendet hatte, schloss sie den Gewehrkoffer nun auch endgültig. Das Viertelfinal-Aus gegen Vöhringen (2:3) konnte auch Beer nicht verhindern, die sich immerhin mit einem persönlichen Sieg (397:396) gegen Amelie Kraus, verabschiedete: „Ich hätte mir natürlich gern einen Sieg gewünscht, aber ich wollte auch für mich selbst meine gute Saison bestätigen unter dem Druck des Finals und mit dem Wissen, dass das mein letzter Wettkampf sein kann. Das ist mir sehr gut gelungen, und ich bin froh, dass ich selbst den Punkt gewinnen konnte. Die Atmosphäre war nochmal total schön, beide Teams hatten einen starken Support in der Halle und das macht ja so ein Finale aus. Das war echt super. Aber jetzt dürfen andere übernehmen.“

Noch mehr Meister: Natürlich standen die neuen Mannschaftsmeister aus Kelheim-Gmünd und Kevelaer am Sonntag im Fokus und zurecht im Rampenlicht, aber am Samstag erfolgte eine weitere Meister-Auszeichnung: Traditionell wurden vor den Halbfinals die vier Teams geehrt, die in der Vorrunde die Spitze erklommen und als Nord- bzw. Südmeister nach Rotenburg anreisten. Die Teams vom SV Kelheim-Gmünd und SV 1935 Kriftel (Luftpistole) sowie Der Bund München und SSG Kevelaer (Luftgewehr) erhielten die Pokale.

Carl Walther Trophy: Die Bundesligasaison ist lang und umfasst maximal 14 Wettkämpfe pro Athlet (elf in der Vorrunde, drei im Finale), wenn dieser stets eingesetzt wird. Die Kunst eines jeden Schützen besteht darin, mit größtmöglicher Konstanz hohe Qualität zu zeigen und im Idealfall immer zu gewinnen. Dies gelang Michael Schwald (ESV Weil am Rhein), der seinen „Titel“ verteidigte, und Maximilian Ulbrich (Der Bund München) am besten und dafür erhielten sie von Bundesliga-Partner Carl Walther GmbH jeweils ein Sportgerät aus dem Haus Walther. Das Ranking wurde mittels eines Schlüssels, der die Ringzahl und die Siege in den Duellen der gesamten Bundesligasaison berücksichtigte, erstellt.

Schütze des Jahres: Von so einer Mehrheit träumt jede Partei. Mit absoluter Mehrheit und exakt 54,2 Prozent der abgegebenen Stimmen siegte Luftgewehr-Weltmeister Maximilian Dallinger erstmals bei der Wahl zum Schützen des Jahres, die von der Deutschen SchützenZeitung durchgeführt wird. „Es ist eine riesige Wertschätzung. Ich genieße es genauso wie den Weltmeister-Titel, tut sehr gut und kommt auf das Konto für das gute Gefühl, wenn es mal wieder nicht so läuft.“ Denn auch diese Phasen gab es natürlich für Dallinger: „Es ist schwierig, über einen langen Zeitraum die Leistung immer oben zu halten. Deswegen ist das Umfeld wichtig, Freunde und Familie und ein wahnsinnig guter Stützpunkt, der einen motiviert, wenn es auch einmal nicht so läuft. Es ist immer schön, wenn man Erfolge feiert, aber umso wichtiger, wenn man eine Durststrecke hat und trotzdem diesen Rückhalt erfährt.“