Während Bergneustadt neun Siege und sechs Niederlagen auf dem Konto hat, sieht die Bilanz beim TTC Maberzell spiegelverkehrt aus: Erst sechs Erfolge gelangen den Osthessen in dieser Saison, das 3:1 in Bad Königshofen Ende Januar war ein ganz wichtiger Befreiungsschlag. Doch damit ist Maberzell noch lange nicht raus, wie Präsident Stefan Frauenholz weiß: „Wir müssen davon ausgehen, dass der Tabellenletzte absteigen kann“. Offenbar gebe es einen Interessenten aus der 2. Liga, was den Aufstieg in die TTBL angeht.
Einen Puffer haben die Osthessen zwar, schließlich liegen die letzten drei Teams gleichauf mit 8:22 Punkten, der TTC hat immerhin 12:18. Doch dass es schnell gehen kann, ist im Tischtennis bekannt, zumal am Samstag mit Grünwettersbach ein solches Kellerkind wartet und am Mittwoch erstmal ein ganz harter Brocken nach Fulda kommt: Bergneustadt ist Tabellenvierter, gewann zuletzt dreimal in Folge und hat zwei Ausnahmespieler dabei: Romain Ruiz steht bei einer 11:6-Einzelbilanz in dieser Saison, Benedikt Duda ist Zweiter der gesamten TTBL und steht bei 16:6. Seine Topform stellte Duda zuletzt beim Europe Top 16 Cup in Montreux unter Beweis: Hier holte der 31-Jährige dieser Tage nach starken Auftritten gegen Anton Källberg (Schweden) und Marcos Freitas (Portugal) erstmals Bronze und scheiterte erst im Halbfinale an Seriensieger Darko Jorgic, dem Unbezwingbaren der Bundesliga.
„Das wird schon sehr schwierig, sie sind Vierter und wollen diesen Platz auch halten“, betont Frauenholz: „Aber jedes Spiel muss erstmal gespielt werden. Es waren schon ein paar kuriose Ergebnisse dabei“. Doch so schwer die Aufgabe ohnehin schon ist – sie wird noch schwerer: Nach den Ausfällen von Groth und Kao während dieser Saison, die für die Maberzeller wie „Schicksalsschläge“ waren, fehlt in dieser Woche auch noch Dimitrij Ovtcharov: Er hat schon länger ein Turnier in Indien zugesagt und kann die Maberzeller damit weder gegen Bergneustadt noch in Grünwettersbach unterstützen. Danach sei er für den Rest der Saison am Start, versichert Frauenholz. Bis zum Ende könnte es für den TTC Maberzell dann noch um etwas gehen – allerdings nicht, wie anfangs anvisiert, um die ganz vorderen Play-off-Plätze.
