Gleich zum Auftakt nahm die Begegnung entscheidenden Charakter an. Csaba Andras lieferte sich mit Landsmann Adam Szudi ein intensives Fünfsatzduell, das über weite Strecken auf Messers Schneide stand. Andras sicherte sich den ersten Durchgang mit 11:6, geriet anschließend jedoch mit 1:2 in Rückstand. Im vierten Satz bewies er Nervenstärke, entschied diesen mit 13:11 für sich und erzwang den Showdown. Dort aber hatte der Dortmunder die besseren Momente auf seiner Seite. Szudi sicherte sich den Entscheidungssatz mit 11:9 und damit das wichtige erste Einzel für die Gäste.
Bad Homburgs Cheftrainer Helmut Hampl ordnete die Partie anschließend entsprechend ein: „Für uns war das erste Spiel das Entscheidende. Wenn das erste Spiel gekommen wäre, hätten wir gute Chancen gehabt, ins Abschlussdoppel zu kommen – und im Doppel ist alles möglich.“ Statt einer möglichen Führung gerieten die Gastgeber ins Hintertreffen.
Dortmund baut Führung aus
Im zweiten Einzel erhöhte Anders Lind mit einem 3:1-Erfolg gegen Ivor Ban (6:11, 11:5, 11:4, 11:4) auf 2:0. Nach verlorenem ersten Satz gewann der Dortmunder die folgenden drei Durchgänge souverän und brachte seine Mannschaft damit in eine komfortable Position.
Die Gastgeber waren nun gefordert – und lieferten.
Yokotani verkürzt für Bad Homburg
Jo Yokotani sorgte dafür, dass Bad Homburg im Spiel blieb. Mit einem 3:0-Erfolg gegen Kristian Karlsson (17:15, 11:9, 11:8) verkürzte er auf 1:2. Besonders der erste Satz war umkämpft und stellte die Weichen dafür, dass die Partie spannend blieb und das Abschlussdoppel noch in Reichweite lag.
Für Karlsson war es ein besonderes Duell: In der Vorsaison stand er noch im Aufgebot der Gastgeber. Trotz der Niederlage zeigte er sich zufrieden mit dem Gesamtergebnis: „Das 3:1 heute waren für uns zwei wichtige Punkte. Ich habe für Bad Homburg zwar nur ein Jahr gespielt, aber es fühlte sich heute ein bisschen an wie nach Hause zu kommen.“
Lind entscheidet das zweite Fünfsatzduell für sich
Erneut ging es über die volle Distanz, als Csaba Andras im vierten Einzel auf Anders Lind traf. Andras kämpfte sich nach Satzrückstand zurück und lag im Entscheidungssatz zwischenzeitlich mit 6:3 in Führung. Doch Lind drehte den Durchgang noch und gewann mit 11:8 – sein zweiter Tagessieg und zugleich der Schlusspunkt der Begegnung.
Zwei Punkte mit unterschiedlichem Gewicht
Für die Dortmunder bedeuten die zwei Zähler nach den jüngsten Rückschlägen einen wichtigen Schritt im engen Rennen um die Play-off-Plätze. Bad Homburg hingegen verpasst die Chance, sich vom Tabellenkeller weiter abzusetzen, bewies jedoch erneut die Qualität und den Kampfgeist des jungen Teams.
TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg – Borussia Dortmund 1:3
Csaba Andras – Adam Szudi 2:3 (11:6, 4:11, 3:11, 13:11, 9:11)
Ivor Ban – Anders Lind 1:3 (11:6, 5:11, 4:11, 4:11)
Jo Yokotani – Kristian Karlsson 3:0 (17:15, 11:9, 11:8)
Csaba Andras - Anders Lind 2:3 (11:9, 1:11, 3:11, 11:8, 8:11)
Tabelle:
1 | Borussia Düsseldorf | 17 | +22 | 28:6 |
2 | SV Werder Bremen | 17 | +19 | 26:8 |
3 | 1. FC Saarbrücken | 17 | +21 | 24:10 |
4 | 17 | +11 | 22:12 | |
5 | TTF Liebherr Ochsenhausen | 17 | +1 | 18:16 |
6 | Borussia Dortmund | 17 | -3 | 18:16 |
8 | TTC Fulda-Maberzell | 17 | -7 | 14:20 |
7 | Post SV Mühlhausen | 17 | -9 | 14:20 |
9 | OE Bad Homburg 1987 | 17 | -10 | 12:22 |
10 | TSV Bad Königshofen | 17 | -14 | 10:24 |
11 | TTC Zugbrücke Grenzau | 17 | -19 | 10:24 |
12 | ASC Grünwettersbach | 17 | -12 | 8:26 |
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