Tischtennis 01.02.2026

Bundesliga – Irrer Kampf von Meng und Ovtcharov belohnt

Bad Königshofen (pf) – Ein riesiger Befreiungsschlag: Der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell hat in der Tischtennis-Bundesliga ein Lebenszeichen gesendet und am Samstag mit 3:1 beim TSV Bad Königshofen gewonnen. Obwohl bei den Unterfranken Star-Neuzugang Fei Xue erstmals aufschlug, mussten die Maberzeller diesmal nicht ins Doppel – dank der Nervenstärke von Fanbo Meng und Dima Ovtcharov.

Fanbo Meng und der TTC Maberzell sind zurück in der Erfolgsspur. Archivfoto: Christine Görlich

Nach genau drei Stunden nutzte Ovtcharov seinen ersten Matchball im Spitzen-Einzel gegen Fei Xue, der als Nummer 46 der Weltrangliste nach Unterfranken angereist war. Die Freude platzte aus dem Maberzeller und seinen Teamkollegen heraus – der erste Bundesliga-Sieg seit Ende November, dazwischen gab es sechs Pleiten in Folge. „Der Knoten ist geplatzt, zur rechten Zeit“, atmete auch Maberzells Präsident Stefan Frauenholz auf: „Wir haben jetzt vier Punkte Vorsprung auf drei Mannschaften in der Tabelle. Das war ein Vier-Punkte-Spiel und gibt uns jetzt erstmal Sicherheit“.

Bärenstark waren die Auftritte von Ovtcharov und Fanbo Meng hintenraus: Meng lag gegen Routinier Daniel Habesohn bereits mit 0:2 nach Sätzen hinten, auch im dritten Satz lag er dann mit 4:7 im Rückstand. Doch Meng glaubte an sich und holte den Satz. Auch im vierten Durchgang war der Fuldaer vom Start weg im Rückstand, musste dann bei 9:10 einen Matchball abwehren, und gewann mit 12:10. Der Sohn des TTC-Cheftrainers wurde immer stärker und bestimmte den fünften Satz, den er deutlich gewann.

Die Maberzeller waren wieder aufgewacht: Ovtcharov, der sein erstes Einzel gegen Bastian Steger schon stark für sich entschieden hatte, musste gegen den Chinesen ran, und machte es Meng gleich: 0:2-Satzrückstand, teilweise deutliche Zwischenstände. Dann drehte Ovtcharov den Spieß aber um, sorgte mit zwei klaren Sätzen für den Ausgleich und ging in den fünften: Dieser war von Beginn an umkämpft, die Spannung in der Halle war zu spüren. „Dima“ lag 8:5 vorne, dann riss der Faden, Fei hatte bei 10:8 gleich zwei Matchbälle. Doch die wehrte Ovtcharov ab und machte kurz danach den Deckel selbst drauf. „Eine große kämpferische Leistung von den beiden“, lobte Frauenholz die Matchwinner, und schmunzelte: „Der Chinese hatte Dima in zwei Sätzen keine Chance gelassen. Dann hat er sich aber auf seine alten Zeiten besinnt, früher hat er diese Gegner auch reihenweise geschlagen. Warum also nicht auch heute?“. Umso wichtiger war Ovtcharovs Erfolg außerdem, weil das Doppel Meng/Groth in dieser Saison noch nicht gemeinsam spielte, und gegen Steger/Habesohn hätte bestehen müssen. „Das war sehr wacklig“, gab Frauenholz zu.

Statt in den Keller abzurutschen, machten die Maberzeller mit dem Sieg wieder einen kleinen Schritt in Richtung Playoff-Plätze. Zu verschmerzen war da auch, dass Jonathan Groth nach Verletzungspause noch nicht wieder der alte war und gegen Fei glatt verlor. Weiter geht es nun am Mittwoch, 11. Februar, mit einem Heimspiel gegen Bergneustadt.

TSV Bad Königshofen - TTC Rhön Sprudel Fulda-Maberzell 1:3

Fei Xue – Jonathan Groth 3:0 (11:7, 11:6, 11:9)

Bastian Steger – Dimitrij Ovtcharov 1:3 (7:11, 10:12, 11:6, 11:13)

Daniel Habesohn – Fanbo Meng 2:3 (11:8, 12:10, 9:11, 10:12, 5:11)

Fei Xue – Dimitrij Ovtcharov 2:3 (11:8, 11:5, 4:11, 7:11, 10:12)