Dass aus dem verwinkelten Untergeschoss einmal ein Club werden würde, war von Anfang an Teil der Idee, wie Faulstich erläutert: „Als wir das erste Mal durch die Räume gegangen sind, war klar: Das eignet sich perfekt für einen Club. Der Fokus lag zuerst aber ganz auf der Fertigstellung der Boulderhalle – der Plan für die Diskothek war allerdings die ganze Zeit da.“
Seit 2020 betreibt Faulstich mit seinem Team die Boulderhalle Block Barock, nun kommt ein weiteres Herzensprojekt für den Unternehmer dazu. Vor rund zwei Jahren begann die konkrete Umsetzung. Was folgte, war ein langer Weg durch die deutsche Bürokratie. „Uns wurde gesagt, das dauert nur ein paar Monate – am Ende waren es zwei Jahre“, erinnert sich Faulstich. Technisch war der Keller längst startklar, die Anlage, die Theke und die Ausstattung waren bereits vorhanden und wurden zuvor für Partys nach Kletterevents genutzt. Seit dem 1. Januar ist die „Base“ nun offiziell als Club geöffnet.
Elektronisch, alternativ – und offen für Neues
Musikalisch setzt die „Base“ klare, aber offene Akzente. „In Fulda gibt es mit dem S-Club und dem Kreuz nur wenige klassische Anlaufstellen“, sagt Faulstich. „Bei uns ist es ein bisschen familiärer – so wie die Housepartys beim Block Barock.“
Der Schwerpunkt liege auf elektronischer Musik, doch das Konzept ist bewusst breit gefächert. „Wir spielen alles Mögliche, auch abseits vom Mainstream. Alle möglichen Musikrichtungen – viele Menschen sollen sich hier musikalisch ausleben können.“
Rund alle zwei Wochen sollen zukünftig Veranstaltungen stattfinden. Dabei arbeitet das Team mit DJ-Kollektiven aus ganz Hessen zusammen. „Da sind beispielsweise Kollektive aus Frankfurt, Fulda oder Kassel dabei. Wir bauen uns gerade ein großes Netzwerk auf. Wer Partys veranstalten will oder als DJ oder Kollektiv dabei sein möchte, kann sich gerne melden – wir freuen uns immer über neue Gesichter.“
Handyverbot und Safe Space
Eine Besonderheit hebt die „Base“ deutlich von anderen Clubs ab: Auf der Tanzfläche gilt Handyverbot. „Menschen sollen hierherkommen, um miteinander zu sein – nicht nebeneinander, nicht aneinander vorbei“, erklärt Faulstich. „Oft hängen alle nur am Handy. Wir wollen bewusst den Schritt gehen, dass die Zeit hier gemeinsam verbracht wird.“
Unterstützt wird dieses Konzept durch ein spezielles Team, das nicht nur auf das Verbot achtet, sondern auch Ansprechpartner für Gäste ist, denen es nicht gut geht oder die sich unwohl fühlen. Der Anspruch ist klar: Die „Base“ soll ein sicherer Ort für alle sein. Das wird auch beim Einlass deutlich: Stark alkoholisierten Personen wird der Zutritt verweigert.
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