Die SG Hünfeld/Kirchhasel trat am Samstag zum Heimspiel gegen den VfL Neustadt an. Die reguläre Spielzeit bei Ü35-Spielen beträgt zwei Mal 35 Minuten – nach diesen stand es 1:1-Unentschieden. In der vierten Minute der Verlängerung erzielte HSV-Senioren-Coach Johnny Helmke den vermeintlichen Siegtreffer für die Gastgeber. Als Schiedsrichter Karl Schade die Partie in der 80. Minute abpfiff, war sich die Mannschaft um Steffen Witzel und Bernhard Göbel sicher, den Viertelfinaleinzug perfekt gemacht zu haben.
Das Problem: Die Durchführungsbestimmungen legen fest, dass in der Verlängerung zwei Mal zehn Minuten gespielt werden müssen – im DFBnet, dem offiziellen Verwaltungssystem zur Ansetzung von Spielen, war nur von einmal zehn Minuten zu lesen. „Es gelten ausschließlich die Durchführungsbestimmungen – im DFBnet wird nur die Platzbelegung angeben. Die Mannschaften hätten sich lediglich darauf einigen können, direkt ein Elfmeterschießen durchzuführen“, erklärte Klassen- und Spielleiter Klaus Orschel.
Schiedsrichter Schade räumte seinen Fehler nachträglich ein, doch eine unmittelbare Fortsetzung des Spiels kam nicht zustande. Das Sportgericht entschied am Dienstag offiziell auf Neuansetzung. „Es kann nach dem Beschluss noch ein Woche Einspruch eingelegt werden“, so Orschel. Bleibt der Einspruch aus, kann der Klassenleiter das Spiel neu ansetzen – zum dann rekordverdächtigen vierten Mal, die ersten beiden Versuche im November beziehungsweise Februar fielen der Witterung zum Opfer.
