Der erste Vorfall ereignete sich am Samstag, 15. August, im Testspiel des FC Bayern gegen RB Leipzig. Musiala war im zweiten Durchgang eingewechselt worden und erzielte in der Schlussphase den dritten Treffer für Bayern. Wenige Minuten später wirkte der 23-Jährige plötzlich benommen, verlor das Gleichgewicht und sackte auf dem Platz zusammen. Mitspieler eilten zu ihm und verhinderten, dass er ungebremst zu Boden ging. Anschließend konnte Musiala das Spielfeld verlassen.
Zunächst war die genaue Ursache des Vorfalls unklar. Von Vereinsseite hieß es, Musiala gehe es gut und der FC Bayern sei über seinen Zustand informiert. Nur drei Tage später folgte allerdings der nächste Schreckmoment. Im Testspiel gegen den 1. FC Heidenheim am Dienstagabend wurde Musiala in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Wenige Minuten nach seiner Einwechslung ging er erneut ohne Fremdeinwirkung zu Boden und musste auf dem Rasen behandelt werden. Wieder wirkte der Bayern-Star anschließend benommen.
Nach dem zweiten Vorfall meldete sich Musiala noch am Dienstagabend auf seinem Instagram-Kanal selbst zu Wort. „Das Wichtigste zuerst – mir geht es gut!“ Er bedankte sich für die zahlreichen Nachrichten und die Unterstützung und erklärte, er wolle die Sorgen der Fans etwas nehmen und die jüngsten Ereignisse einordnen.
Musiala erklärte, bei ihm seien „temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absencen“ festgestellt worden, die auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen seien. Diese könnten die Episoden wie jene gegen Leipzig und nun in Heidenheim ausgelöst haben. „Ich weiß, dass sie auf den ersten Blick beängstigend wirken – aber für mich gehören sie derzeit einfach zu meinem Alltag“, schrieb der Bayern-Star sinngemäß. Er werde medizinisch sehr gut betreut und sei optimistisch.
Gleichzeitig betonte Musiala, dass nach aktuellem Stand kein darüber hinausgehendes gesundheitliches Risiko bestehe. In enger Abstimmung mit den behandelnden Experten wolle er seinen Alltag weiterführen und seiner Leidenschaft, dem Fußball, nachgehen. Er habe sich bewusst dafür entschieden, diese Herausforderung anzunehmen und nach der entsprechenden medizinischen Freigabe weiter Fußball zu spielen.
