Fußball 11.08.2026

Verbandsliga – Nachbarschaftsduell: Flieden will ersten Sieg gegen FCB

Flieden/Eichenzell (pf) – Derbytime in der Fußball-Verbandsliga Nord: Am Fliedener Weiher steigt am Dienstagabend (19 Uhr) ein heißer Tanz zwischen dem SV Buchonia und dem FC Eichenzell. Noch früh in der Saison, haben beide Teams schon positive Ansätze gezeigt, aber auch noch Verbesserungsbedarf. Siegen wollen zum Start in die englische Woche natürlich beide.

Im April 2026 – ebenfalls unter der Woche – spielten die Buchonia und die Britannia 2:2-unentschieden. Archivfoto: Ralph Görlich

Etwas schwere Beine nach dem Spieltag am Samstag, die aber bis zum Derby größtenteils verschwunden sein sollen: Der FC Eichenzell und Trainer Marius Grösch wollen vielmehr den Schwung vom ersten Saisonsieg gegen Grebenstein (3:0) mitnehmen ins Königreich. „Es war wichtig für die Köpfe, das Erfolgserlebnis zu haben. Jetzt geht es Schlag auf Schlag weiter“, sagt der Britannen-Coach, der – auch wenn er neu in Eichenzell ist – weiß, dass ein besonderes Duell wartet. „Die Mannschaften kennen sich recht gut, auch die Gegebenheiten vor Ort sind bekannt. Man braucht keinen mehr zu motivieren, und wir wollen uns natürlich durchsetzen. Aber wir wissen auch, wie schwer Spiele in Flieden sind“.

Auf der anderen Seite wartet die Buchonia noch auf einen Sieg – schlecht präsentierte sich das Team von Christian Kreß aber weder gegen Steinbach (1:1) noch in Hundelshausen (3:3): „Das waren zwei schwere Spiele gegen Gegner, die sich eher oben einordnen wollen. Wir haben ordentliche Auftritte gezeigt – was uns fehlt, sind die Tore zum Sieg“, so die einfache Rechnung des Trainers: „In beiden Spielen gab es die Parallele Chancenverwertung. Wir hätten beide gewinnen können – aber dafür müssen wir halt mehr Tore machen als der Gegner“. Kreß sei ein „Freund von Derbys“, und betont, dass Eichenzell zumindest von der Entfernung her das größte Derby sei: „Das sind emotionale Spiele. Wir wollen natürlich zuhause zeigen, was in uns steckt, aber genauso wie immer geht es auch um die drei Punkte“.

Beide Teams werden wohl mit denselben Kadern antreten wie zuletzt am Wochenende – das bedeutet für Eichenzell-Trainer Grösch, dass er stets positive Rückmeldung seiner „top aufgestellten“ medizinischen Abteilung um Daniel Pfeiffer bekommt. Doch der Coach freut sich über einen breiten Kader und gibt an: „Alle Jungs geben mir Gründe, warum sie spielen sollten. Auch die, die nicht in der Startelf standen. Die Einstellung passt, keiner kann sich sicher fühlen, aber jeder kämpft um seine Einsatzzeiten“. Der Trainer selbst musste sich im Sommer in der Abwehrkette von Regionalliga- auf Verbandsliga-Fußball umstellen, doch stellte schnell fest: „Mit jedem Ligen-Wechsel ändern sich Handlungsschnelligkeit und Intensität. Aber man sieht auch in dieser Liga, dass genügend Spieler und Mannschaften mit viel Qualität vorhanden sind“. Die Trainingsgestaltung sei natürlich eine andere, dadurch dass Akteure auch andere Prioritäten hätten. „Man hat nicht die Zeit, auf manche Dinge so sehr einzugehen“, so Grösch. Er wie aber auch die Neuzugänge haben sich mittlerweile gut eingelebt bei der Britannia – unter anderem Keeper Marvin Morh, der gegen Grebenstein zwei kritische Situationen entschärfte: „Das waren entscheidende Szenen. Er hat in beiden Spielen schon super Paraden gezeigt und eine gewisse Ausstrahlung hinten drin, wirkt souverän. Aber menschlich haben sich alle Neuen top eingebracht“, so Grösch.