„Die Migros Zürich bestätigt die gestrige Ankündigung der Entlassung von rund 470 tegut-Mitarbeitenden der zentralen Dienste in Fulda. Die Kündigungen stehen in direktem Zusammenhang mit dem im März 2026 angekündigten Verkauf von tegut“, heißt es in der Stellungnahme der Migros vom Freitag. Die Schließung der tegut-Zentrale sei zum 31. März 2027 vorgesehen. „Nicht betroffen sind die Mitarbeitenden der veräußerten Filialen, der Logistik, der Smart Retail Solutions sowie der Bäckerei Herzberger. Diese Unternehmensbereiche sind Teil der Veräußerungspakete und gehen an die jeweilige Käuferschaft über“, erläutert die Migros. Die Situation sei frühzeitig mit dem Betriebsrat besprochen worden. „Mit dem gestern verabschiedeten Interessenausgleich und Sozialplan nimmt die Migros Zürich ihre Verantwortung gegenüber den betroffenen Mitarbeitenden wahr“, heißt es in der Stellungnahme weiter: „Uns ist bewusst, dass diese Situation für viele Mitarbeitende belastend ist. Gleichzeitig erleben wir eine Belegschaft, die trotz der herausfordernden Umstände mit großem Engagement und hoher Professionalität ihren Aufgaben nachgeht. Dafür danken wir den Mitarbeitenden ausdrücklich.“
Wie es mit den Filialen weitergeht, ist noch weitgehend offen. Edeka möchte ein großes Paket mit rund 200 der etwa 300 Märkte übernehmen, doch das Bundeskartellamt hatte zuletzt Bedenken geäußert, die Prüffrist läuft noch bis zum 23. September. Ein weiteres Paket mit rund 40 Filialen möchte Rewe gerne haben – auch hier steht eine Entscheidung des Kartellamts noch aus. Bereits bewilligt wurde hingegen der Erwerb von 36 Standorten durch die Tante Enso Süd-West GmbH & Co. KG.
