Tennis 29.08.2026

Spitzenspiele und Titelkämpfe: Letzter Spieltag der Medenrunde

Osthessen (pf) – Bei Rot-Weiß Fulda herrscht am Wochenende Halligalli: Nicht nur die Tennis-Damen können in Baunatal Meister der Verbandsliga werden, sondern auch die Herren haben noch eine kleine Chance. Ohnehin spielt das Team aber eine famose Saison und möchte diese nun mit einem Sieg im Spitzenspiel am Sonntag zuhause gegen Wiesbaden krönen. Dazu gibt es vom Verein Kaffee und Kuchen, und auch die zweite Mannschaft kann parallel zuhause den Klassenerhalt feiern. Auch Grün-Weiß Fuldas Herren haben noch Aussichten auf die Meisterschaft in der Vierer-Verbandsliga.

RW Fulda erwartet einen spektakulären letzten Heimspieltag. Archivfoto: Verein

Herren

Es wird ein Riesen-Spieltag bei Rot-Weiß Fulda: Zum letzten Heimspiel in der Sechser-Verbandsliga kommt am Sonntag ab 9 Uhr der BTC GW Wiesbaden. Bekanntermaßen spielten die Fuldaer als Aufsteiger eine klasse Saison und haben nicht nur den Klassenerhalt sicher, sondern gleichzeitig sogar noch eine kleine Chance auf die Meisterschaft. Gegner Wiesbaden führt aktuell die Tabelle an, auf Platz zwei vor den Fuldaern liegt aber noch Seeheim, das in Buchschlag Federn lassen müsste. Es bräuchte also Schützenhilfe, doch soweit denken die Fuldaer gar nicht: „Wir sind in Topform und Wiesbaden hat gegen Steinbach verloren, gegen die wir zuletzt gewonnen haben“, sagt Teambetreuer Uli Fromm: „Das wird ein absolutes Topspiel. Wir haben eigentlich keine Chance, aber die wollen wir nutzen“. Die Rot-Weißen freuen sich also riesig, und Zuschauer sind herzlich an den Frauenberg eingeladen, so Fromm: Es gibt Kaffee und Kuchen ab morgens – und zwar kostenfrei. „Wir sind heiß auf das Spiel und wollen es Wiesbaden so schwer wie möglich machen“, ergänzt Fromm, der aber schon jetzt nur schwärmen kann: „Wir hätten nie gedacht, dass wir so eine Saison spielen. Das gleich schon einem Wunder. Die Jungs entwickeln sich von Spiel zu Spiel weiter“.

In der Vierer-Verbandsliga steht die zweite Meister-Entscheidung mit Fuldaer Beteiligung an: Grün-Weiß Fuldas Herren sind Tabellenzweiter hinter Langen III, stehen aber nur einen Matchpunkt schlechter da. Am Sonntag um 9 Uhr empfangen die Fuldaer nun BW Petersberg zum Osthessen-Derby und Saisonabschluss. „Es wird noch auf jeden Matchpunkt ankommen“, weiß GW-Mannschaftsführer Falk Hartmann, der jetzt auch kein Blatt mehr vor den Mund nimmt: „Wir wollen Meister werden, und dafür werden wir nochmal alles geben. Wir haben es leider nicht in eigener Hand, aber versuchen, alles zu tun. Dann schauen wir, was sich im Laufe des Sonntagabends herausstellt“. Langen spielt parallel gegen Kelsterbach, immerhin Tabellendritter. Eine Chance für die Fuldaer sollte also bestehen. „Wir werden voll fokussiert sein“, so Hartmann. Petersbergs Mannschaftsführer Michael Ritz wiederum wird sich mit seinem Team wieder aus der Verbandsliga verabschieden müssen: Als Vorletzter mit erst einem Pünktchen und aktuell drei Absteigern, die in der Tabelle eingezeichnet sind, dürfte das Schicksal besiegelt sein. Und auch Ritz weiß: „Fulda hat noch Ambitionen, das wird natürlich nochmal sehr schwer für uns, etwas zu holen“. 

Die Sechser-Gruppenliga bietet ebenfalls noch Spannung: RW Fulda II kann als Neuling den Klassenerhalt schaffen, was ebenfalls ein großer Erfolg wäre. Auch die zweite Mannschaft spielt am Sonntagmorgen zuhause – parallel zur ersten – und begrüßt Sprendlingen IV.  Uli Fromm meint: „Die Jungs sind fast sicher, aber brauchen noch ein paar Matchpunkte. Es wird sehr viel los sein auf der Anlage“. Nochmal erinnern die Rot-Weißen gerne an alle Zuschauer, für Kaffee und Kuchen vorbeizkommen.

Endspurt auch in der Vierer-Gruppenliga der Herren: Am Sonntag verabschiedet sich BW Hünfeld mit einem Heimspiel gegen Bad Sooden-Allendorf. Gibt es die ersten Punkte für das Schlusslicht? Gegen den Tabellenzweiten wird das zumindest wieder eine Mammutaufgabe. Parallel um 9 Uhr spielt BW Bad Hersfeld zuhause gegen den Kasseler TC 31, und der SV Neuhof spielt beim TC Bad Soden-Salmünster. Marbach ist bereits durch mit der Runde, und ebenso wie Neuhof gerettet. Für Hersfeld ist noch die Vizemeisterschaft drin, allerdings kommt mit Kassel der bereits feststehende Meister in die Festspielstadt.

 

Damen

Absolut eng geht es auch in der Vierer-Verbandsliga der Damen zu: Rot-Weiß Fulda führt die Tabelle an und steht vor einem großen Erfolg: der ersten Meisterschaft. Betreuer Hubertus Reith freut sich: „Wenn man kurz davor ist, will man auch Meister werden. Damit hätten wir dieses Jahr überhaupt nicht gerechnet, Meister haben wir in der Klasse auch noch nie gemacht“ – und die Fuldaerinnen sind schon ein paar Jahre dabei. Nur noch die SGT Baunatal steht dem Team am Sonntag (9 Uhr) beim letzten Auswärtsspiel im Weg – der direkte Verfolger wartet. Doch Fulda liegt zwei Punkte vorne, somit würde selbst ein Unentschieden reichen, auf das aber nicht gepokert werden soll. Bei einer 2:4-Niederlage wäre Baunatal wegen eines Matchpunktes mehr Meister. Die Marschroute ist also klar: Den Sieg einfahren und den Titel feiern, heißt es für das Team um Syona Mircheva und Sophia Reith.

Grün-Weiß Fulda ist indes gesichert und steht auf Platz vier – am Sonntag schließt die Mannschaft die Runde mit einem Heimspiel gegen Bieber Offenbach ab. Mannschaftsführerin Laetita Rockel und ihre Grün-Weißen hatten zuletzt gegen Lorsch II mit 2:4 verloren, dabei waren sie aber auch auf eine „sehr starke“ Mannschaft getroffen, so Rockel: „Einige Spiele waren wirklich knapp, sodass wir trotzdem unser Bestes gegeben hatten. Jetzt freuen wir uns auf unser letztes Spiel“.

Aus der Sechser-Verbandsliga wiederum muss sich der TC Bad Soden-Salmünster wieder verabschieden: Der Tabellenletzte schlägt am letzten Spieltag am Sonntag zuhause gegen RW Neu-Isenburg auf.

Auf Gruppenliga-Ebene wartet in Eiterfeld noch ein Spitzenspiel: Larissa Wiegand und ihre MSG Eiterfeld/Rasdorf/Hünfeld laden am Sonntag (9 Uhr) als Tabellenzweiter den KTC Bad Wilhelmshöhe zum Duell am Hain, der mit fünf Siegen aus fünf Spielen auf Platz eins steht. Die MSG liegt einen Sieg dahinter, aber auch sechs Matchpunkte. Insofern müsste ein 8:1- oder ein glatter 9:0-Erfolg her, wenn das Team noch Meister werden will – es wird eine schwere Aufgabe, doch zu verlieren hat die MSG in dieser Ausgangsposition erstmal gar nichts. In der Vierer-Gruppenliga schließt GW Fulda II wiederum das Jahr zuhause gegen Eschborn ab.

 

Altersklassen

Eine meisterliche Runde spielten bisher die Herren 50 von Rot-Weiß Fulda: Ohne Niederlage stehen sie an der Spitze der Sechser-Verbandsliga und wollen nun die Saison perfekt abschließen. Am Samstag ab 14 Uhr wartet das Spiel beim TC Niederursel auf Andre Eydt und Co.

In der Hessenliga haben GW Fuldas Herren 60 am Samstag ein Schicksalsspiel vor der Brust: Um 9 Uhr steigt das Abstiegs-Endspiel beim TC Wehen. Fulda ist Schlusslicht mit zwei Punkten, aber Wiesbaden und eben Wehen davor liegen gleichauf und haben nur eine bessere Match-Differenz. Zwei Absteiger gibt es Stand jetzt, daher würde Fulda mit einem Sieg zumindest an Wehen vorbeiziehen und müsste noch auf Schützenhilfe von Rüsselsheim gegen Wiesbaden hoffen.