Diakon Dr. mult. Meins G. S. Coetsier führte als geistlicher Impulsgeber durch den Abend. Dabei spannte er einen Bogen von philosophischen Fragen nach Zeit und Raum bis hin zu theologischen Gedanken über Ewigkeit und Gegenwart. Im Mittelpunkt stand der biblische Gedanke, dass „alles seine Zeit und Stunde hat“.
Der Abend sollte zugleich ein bewusstes Zeichen gegen Alltagsstress, gesellschaftlichen Optimierungsdruck und den ständigen Blick auf die Uhr setzen. Für einen kontemplativen Moment verzichteten die Besucher in der voll besetzten Kirche darauf, auf die Zeit zu schauen. Mit geschlossenen Augen richteten sie den Blick nach innen. Die gemeinsame Ruhe sollte ein Gefühl von Zeitlosigkeit vermitteln.
Musik und Meditation ergänzten die geistlichen Impulse. Moderne Stücke und kontemplative Klänge, unter anderem von Gitarrist Tilo Zschorn und Akkordeonist Addi Haas, schufen einen zeitgemäßen Zugang zu den Themen des Abends. Die Beiträge erinnerten daran, dass jeder Mensch seine eigene Lebenszeit besitzt und diese nicht beliebig planbar oder verlängerbar ist.
Auch Lisa Jockwitz zeigte sich nach ihrem Auftritt zufrieden: „Es war mir eine Freude. Ein wunderbarer Abend zum Genießen – mit starken Texten und meditativer Musik.“
Die Resonanz bei den Besuchern fiel nach Angaben der Veranstalter positiv aus. Besonders erfreulich sei gewesen, dass auch Menschen erreicht wurden, die sich von der Kirche bereits innerlich entfernt hätten. Das Team der Stadtpfarrei um Küster Helmut Krause sowie das Dekanat Fulda begrüßten die Verbindung von traditionellen kirchlichen Räumen mit zeitgemäßen Formen der Spiritualität.
Die Veranstaltungsreihe in der Severikirche wird im September fortgesetzt. Die nächsten Abende finden am Dienstag, 15. September, und Dienstag, 29. September, jeweils um 19.30 Uhr statt.
