In dieser Nacht standen die Chancen sehr gut, die Perseiden zu beobachten. Nach der Sonnenfinsternis am Abend kamen Astronomie-Fans daher voll auf ihre Kosten. Hunderte kleine Meteore sausten über den Nachthimmel, besonders der Blick in den Nordosten lohnte sich dabei. Unser Fotograf Manfred Völler hat sich an der Drachenwiese in Fulda auf die Lauer begeben und einige tolle Eindrücke eingefangen.
Der Deutsche Wetterdienst informiert:
Ihren Namen verdanken die Perseiden dem Sternbild Perseus. Die Sternschnuppen scheinen diesem Sternbild zu entspringen, da sie sich vom Perseus im Zentrum strahlenförmig nach außen bewegen. In Wirklichkeit finden die Sternschnuppen aber ihren Ursprung in der unmittelbaren Erdumgebung. Auf ihrer Bahn um die Sonne kreuzt die Erde jedes Jahr im Sommer eine Teilchenwolke, die der Komet 109R/Swift-Tuttle auf seiner Bahn um die Sonne zurückließ. Dabei handelt es sich um winzigen kosmischen Staub, dessen Teilchen nur eine Größe von wenigen Millimetern besitzen. Diese treffen mit einer Geschwindigkeit von etwa 60 Kilometern pro Sekunde (entspricht ca. 216.000 km/h) auf die Erde und dringen in die Erdatmosphäre ein. In einer Höhe von 60 bis 80 Kilometern bringen sie so die Luftmoleküle zum Leuchten, was man am Boden als Sternschnuppe beobachten kann. Es leuchten also nicht die verglühenden Staubteilchen selbst, sondern die ionisierte Luft um die Teilchen herum.
