Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Frage, warum Tiere überhaupt wandern, welchen Herausforderungen sie dabei begegnen und welche Auswirkungen der Klimawandel und menschliches Handeln auf ihre Routen haben. Anhand von drei heimischen Arten werden unterschiedliche Formen der Wanderung anschaulich gemacht: Der Wolf, der nach Jahren wieder durch die heimischen Wälder zieht, der Kuckuck, der tausende Kilometer von Europa nach Afrika zurücklegt und die Erdkröte, die jedes Frühjahr zu ihrem Laichgewässer wandert. „Wir wollen beleuchten, welchen Herausforderungen die Tiere auf ihren Wegen begegnen und welche Farben und Formen die Wanderung hat“, so Museumsleiter Dr. Frank Verse in seiner Begrüßung.
Ein Schwerpunkt der Ausstellung sei der Einfluss des Menschen. „Was uns Menschen miteinander verbindet – Straßen, Schienen und Siedlungen – bedeutet für Tiere oft das genaue Gegenteil“, betonte die Kuratorin Mona Hutter und fügte hinzu: „Ihre Lebensräume werden zerschnitten und ihre Populationen voneinander isoliert.“ Zum Abschluss bedankte sich Verse bei allen Beteiligten für die „konstruktive und verlässliche Zusammenarbeit“ beim Aufbau der Ausstellung. Diese kann dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr besucht werden – bis zum 4. November.
