Wenn Danny Martin zu seiner getunten Hot Saw greift, ist die Konkurrenz gewarnt, denn in dieser Disziplin ist der Sinntaler gefürchtet. Nach fünf Disziplinen führte er bereits mit zehn Punkten Vorsprung auf den Schweizer Oliver Reinhard. Es kam zum Showdown im allerletzten Heat des Tages vor rund 1000 Zuschauenden: Martin gegen Reinhard. Dann unterlief dem Favoriten ein folgenschwerer Fehler: Nach dem Startsignal zog Martin das Seil einen Augenblick zu früh aus seiner Säge, die daraufhin nicht ansprang. Während sein Konkurrent bereits seine drei benötigten Scheiben abgeschnitten hatte, musste Martin Schadensbegrenzung betreiben. Eine Disqualifikation und die damit verbundenen null Punkte hätten ihn den Gesamtsieg gekostet. „Ich habe einen kühlen Kopf bewahrt, das Startseil wieder aufgewickelt und meine Scheiben schnell geschnitten. Das hat mir die nötigen Punkte gegeben“, sagte Martin.
Mit sieben Zählern Vorsprung verteidigte er schlussendlich seine beiden Titel. „Das hat noch nie jemand vor mir geschafft. Es ist ein riesiger Erfolg für mich“, freute sich der Sinntaler. Dabei hatte Martin während des gesamten Wettkampfs seine Favoritenrolle bestätigt. Er gewann drei der sechs Disziplinen und stellte am Springboard eine neue persönliche Bestzeit auf.
Als Deutscher Meister reist Martin nun am 31. Oktober zur Weltmeisterschaft nach Stuttgart. „Es ist ein schönes Gefühl, weil ich dort mit dem Bronzemedaillengewinn 2023 meinen größten Erfolg gefeiert habe“, sagte Martin. In der Porsche-Arena trifft er auf die Landesmeister aus Kanada, USA, Australien und Neuseeland sowie die neun besten europäischen Landesmeister. Die Veranstaltung ist für diesen Abend bereits ausverkauft.
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