Die Dorfgemeinschaft in Kressenbach hatte vor einiger Zeit den Wunsch geäußert, ein Spielgerät mit Sandbereich für die Kinder auf dem örtlichen Spielplatz „Zum Buchwasser“ aufzubauen, um den Bereich direkt am Sportplatz attraktiver zu gestalten. Da traf es sich gut, dass im Zuge der umfassenden Sanierung und Neugestaltung des Schlüchterner Freibades auch der dortige Außenbereich neu angelegt wird. Bald war die Idee geboren, das Piratenschiff auf eine Reise in den Stadtteil zu schicken. Die Grundsubstanz des Spielgerätes war noch bestens. Lediglich ein Austausch der Böden und einiger Anbauteile war vonnöten. Schließlich übernahm eine Fachfirma die Versetzung des Schiffs. In Kressenbach wurde dazu ein neuer Fallschutzbereich angelegt und ein Sandaufzug angebaut. Zusätzlich erfolgte die Anschaffung neuer Sitzgelegenheiten für Feierlichkeiten.
Groß war nun die Freude bei den Kindern – und auch den Erwachsenen –, als das Piratenschiff offiziell eingeweiht wurde. Während Bürgermeister Matthias Möller eine Sektfontäne in Richtung des Spielgeräts spritzte, taufte die Runde das Schiff auf den Namen MS Kressemich. Ortsvorsteher Holger Gärtner sprach von einem „fröhlichen Tag“ und von einem „sehr gelungenen Projekt“. Möller befand, das „wunderschöne“ Kressenbach werde mit der neuen Attraktion noch ein bisschen liebenswerter. Sein Dank galt den Aktiven aus dem Ort, Thomas Müller von der Stadtverwaltung sowie dem Bauhof für das eifrige Mittun.
Er warb zugleich in der Bürgerschaft sowie beim Ortsbeirat um tatkräftiges Mitwirken auch in der Zukunft. Demnächst werde ein neues Freiflächen- und Spielkonzept für die Stadt Schlüchtern und alle Stadtteile entworfen. Auch wegen des Klimawandels gelte es, andere Strategien zu entwickeln. Hier sollten möglichst viele mithelfen und ihre Ideen einbringen. Es sei sehr wichtig, in die nachfolgenden Generationen zu investieren. Die Stadt gäbe regelmäßig jedes Jahr erhebliche Mittel für die Unterhaltung der Spielplätze in der Stadt aus.
Die Versetzung des Piratenschiffes nach Kressenbach hat rund 28.000 Euro gekostet: „Das Spielschiff kann so aber sicherlich noch viele Jahre sinnvoll genutzt werden“, schloss der Bürgermeister seine Rede. Die Dorfgemeinschaft hatte für den Festtag Essen und Trinken organisiert. Auch der Grill wurde angeheizt. Später gab es Kaffee und Kuchen.
