Schon ab 7 Uhr herrschte rund um den Sportplatz reges Treiben. Rennräder, Mountainbikes, Trekkingräder und E-Bikes standen bereit, bevor es für die Teilnehmer hinaus in die Rhön ging. Viele nutzten die frühen Morgenstunden, um den späteren Temperaturen ein Stück weit zuvorzukommen.
„Es war warm, und vor allem schwül, viele sind deswegen schon sehr früh gestartet“, berichtete Andrea Vogel aus dem Organisationsteam der Ochsentour. Die Bedingungen machten die Touren für viele Teilnehmer zu einer zusätzlichen Herausforderung – insbesondere auf den anspruchsvolleren Strecken mit zahlreichen Höhenmetern.
Für jeden Anspruch war etwas dabei. Die Familientour führte über 25 Kilometer und 250 Höhenmeter und bot damit einen vergleichsweise leichten Einstieg. Hinzu kamen eine 40 Kilometer lange Trekkingstrecke sowie eine 36 Kilometer lange Mountainbike-Runde. Wer es anspruchsvoller mochte, konnte sich auf die 53 Kilometer lange Mountainbike-Strecke mit mehr als 1240 Höhenmetern begeben. Auch die Rennradfahrer kamen auf ihre Kosten. Ihre Routen führten über 60 Kilometer mit 1160 Höhenmetern beziehungsweise über 95 Kilometer mit insgesamt 1740 Höhenmetern durch die Rhön. Die Landschaft wurde dabei für viele Teilnehmer ebenso zum Erlebnis wie die sportliche Herausforderung.
Insgesamt wurden bei der 28. Ochsentour 30.034 Kilometer zurückgelegt und es kamen 1501,70 Euro für die FZ-Spendenaktion „Ich brauche Deine Hilfe“ zusammen. Mit 605 Teilnehmern blieb die Ochsentour zwar unter der Teilnehmerzahl des Vorjahres, als 776 Radfahrer dabei waren. Für das Organisationsteam war das jedoch kein Grund zur Enttäuschung. „Aufgrund von der Witterung und anderen Veranstaltungen in der Region, wir sind trotzdem sehr zufrieden mit der Veranstaltung, alles hat reibungslos funktioniert“, sagte Andrea Vogel.
Bis zum Kontrollschluss um 14 Uhr hatten die Teilnehmer Zeit, ihre jeweiligen Strecken zu absolvieren. Während die einen bereits wieder am Sportplatz eintrafen, waren andere noch unterwegs und genossen die Ausfahrt durch die Rhön. Gerade die Mischung aus sportlicher Herausforderung, gemeinschaftlichem Erlebnis und der Landschaft macht den besonderen Reiz der Ochsentour aus.
Nach der Tour konnten die Teilnehmer schließlich auf einen gelungenen Radtag zurückblicken. Auch wenn die schwüle Witterung so manchem die Fahrt erschwert hatte, blieb bei den Organisatoren vor allem die Freude über eine erneut reibungslose Veranstaltung und die große Bereitschaft, mit dem eigenen Sport auch noch etwas Gutes zu tun.
Damit hat der Hessisch-Bayrische Radvierer 2026 bereits seine dritte Station absolviert. Nach den Touren in Neuhof und Mackenzell ging es diesmal rund um Elters durch die Rhön – und für 605 Radfahrer hieß es am Sonntag: früh aufstehen, Helm auf und kräftig in die Pedale treten.
