Unter dem Motto „Im Herzen eins“ gestalteten Stadtpfarrer und Dechant Stefan Buß sowie der evangelische Dekan des Kirchenkreises Fulda Dr. Thorsten Waap, den Gottesdienst auf der großen Bühne am Universitätsplatz. Buß erinnerte an das besondere Gemeinschaftsgefühl, das Fulda während des Hessentags im Juni erlebt hatte. „Wir wollen daran anknüpfen“, erinnerte er. Der Gottesdienst sollte dabei nicht nur ein religiöser Programmpunkt sein, sondern eine Botschaft an die gesamte Stadtgesellschaft.
Besonders eindringlich wurde Waap beim Vergleich mit bekannten Fernsehshows. Dort müsse regelmäßig jemand gehen – jemand, der vermeintlich nicht gut genug sei. Genau diese Botschaft wollte Waap umkehren. Statt ständig zu beurteilen, wer besser oder schlechter sei, solle jeder Mensch seinen eigenen Wert erkennen. Passend dazu sang er „Du bist mehr als genug.“
Damit war die zentrale Botschaft des Gottesdienstes gesetzt: Es ginge nicht darum, gegeneinander anzutreten, sondern einander anzuerkennen. Respekt, gegenseitige Unterstützung und Hilfsbereitschaft sollten an die Stelle von Gier, Neid und Konkurrenz treten.
Ein weiterer Gedanke zog sich durch den Gottesdienst: „Mehr miteinander reden und einander wirklich zuhören. Wir reden so oft übereinander, viel zu selten miteinander“, lautete die Botschaft von Dr. Thorsten Waap. Nach dem Ende des Gottesdienstes strömten die Menschen aber noch lange nicht nach Hause. Die bunten Mitmach- und Essensstände des Stadtfestes luden bei bestem Spätsommerwetter zum Verweilen ein.
Über mehrere Tage wurde die Fuldaer Innenstadt damit zur großen Festmeile. Zwischen Bühnen, Musik und zahlreichen Angeboten trafen sich die Menschen unterschiedlichen Alters und aus verschiedenen Regionen. Plätze und Straßen waren gefüllt, Freunde und Familie kamen zusammen und die Innenstadt wurde zum Treffpunkt für die gesamte Stadtgesellschaft.
