Der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins, Richard Walk, begrüßte die zahlreichen Gäste und erläuterte kurz die Ziele dieses „Tourismusprojektes“: Geschichte müsse erfahrbar und für die Menschen vor Ort sowie Besucher sichtbar und erlebbar gemacht werden. Der neue Rundwanderweg leiste hierzu einen wichtigen Beitrag. Er sprach insbesondere dem früheren Ortsvorsteher und jetzigen Beiratsmitglied Angelo Jost, der sich maßgeblich für die Umsetzung des Projektes engagiert hatte, ein großes Lob aus. Auch Jost richtete einige Worte an die Gäste und ging dabei näher auf die Finanzierung des Vorhabens ein. Er dankte zunächst Landrat Bernd Woide (CDU) sowie dem zuständigen Sachgebietsleiter Christof Erb für die reibungslose und vor allem unbürokratische Zusammenarbeit. Der Landkreis Fulda unterstützte das Projekt mit 3000 Euro und schuf damit eine entscheidende finanzielle Voraussetzung für die Umsetzung, den Rest übernahm der Verein aus Eigenmitteln. Außerdem spendierte die Firma Stark-Estrich aus Soisdorf das Befestigungsmaterial.
Jost dankte zudem Florian Sauerbier, der als Mit-Ideengeber an dem Projekt beteiligt war sowie Markus Wiegand und Adrian Neidhart, die bei der Gestaltung und Umsetzung der Homepage mitwirkten. Auch Matthias Neck wurde für seine Unterstützung gewürdigt. Mit seinem umfangreichen Fotoarchiv stellte er wertvolles Bildmaterial zur Verfügung. Ein besonderes Lob erhielt schließlich Richard Walk selbst. Mit großem, zeitaufwändigem Einsatz und Akribie recherchierte er in den Ortschroniken und heimischen Zeitungen und stellte daraus die Texte für die einzelnen Stationen zusammen.
Die schon installierten Stationen sind mit informativen Tafeln und einem QR-Code versehen, der auf die Website des Heimat- und Geschichtsvereins mit weiteren Details verweist. Besucher haben nun die Möglichkeit, die örtlichen Besonderheiten auf einem Rundweg zu entdecken und gleichzeitig mehr über die Geschichte des Ortes zu erfahren. So führt er zum schon 1930 existierenden Sportplatz oder zur Schafswäsche, der Stelle, wo man bis in die 1960er Jahre im Dorf die Schafe gewaschen hatte. Weitere Sehenswürdigkeiten sind unter anderem Wehrmauer, Backhaus, Herz-Jesu-Kapelle, Mariengrotte, Kriegerdenkmal oder der Artenschutzturm nahe der Ortsmitte, wo das alte, aus dem Jahr 1924 stammende Trafohäuschen für Eulen und andere Vögel umgebaut wurde. An dieser Stelle erläuterte Gottfried Herbig vom Nabu Eiterfeld, dass man kaum noch Eulen vorfände, weil es für sie in der Region keine Feldmäuse mehr gebe. Aber es würden sich andere Vögel im Artenschutzturm ansiedeln. Eiterfelds Erster Beigeordneter Gebhard Klee (CDU) überbrachte die Grüße von Bürgermeisterin Dana Hauke und lobte, dass im Ortsteil Soisdorf die Erinnerung und die Kultur lebendig gehalten werden.
