Das Angebot richtet sich an Jugendliche, für die der tägliche Weg zum Ausbildungsbetrieb mit Bus und Bahn schwierig oder nur mit großem Aufwand zu bewältigen ist. Die Jugendlichen wohnen in eigenen möblierten Zimmern und sollen ihren Alltag zunehmend selbstständig gestalten. Gleichzeitig stehen pädagogische Fachkräfte als Ansprechpartner zur Verfügung.
Damit soll ein Mittelweg zwischen dem Elternhaus und dem vollständigen Alleinleben geschaffen werden. „Am Ende geht es uns um mehr als gutes Wohnen. Junge Menschen sollen bei PINGS lernen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, ihren Alltag selbstständig zu gestalten und Herausforderungen zu meistern“, sagt Thomas Vogler, Geschäftsführer des PINGS Azubikampus.
Auch für Ausbildungsbetriebe kann das Angebot interessant sein. Wenn ein Bewerber nicht in der Nähe des Unternehmens wohnt, kann eine passende Unterkunft die Suche nach Nachwuchskräften erleichtern. Dadurch erweitert sich der mögliche Radius bei der Gewinnung von Auszubildenden.
Die Aufnahme Minderjähriger ist das Ergebnis eines mehrmonatigen Verfahrens. Dabei wurden unter anderem die Anforderungen an Betreuung, Schutz, Personal und pädagogische Strukturen geprüft. PINGS hat dafür nach eigenen Angaben zusätzliche personelle Ressourcen geschaffen. Die entsprechende Betriebserlaubnis ermöglicht nun die Aufnahme von Jugendlichen ab 16 Jahren.
Die zunächst fünf Plätze stehen für Jugendliche zur Verfügung, die ihre Ausbildung bereits begonnen haben oder in den kommenden Wochen starten. Auch Ausbildungsbetriebe können sich an den PINGS Azubikampus wenden, wenn die Wohnsituation bei der Suche nach einem Auszubildenden eine Rolle spielt.
