Der Weg von Henning Ahrens führte ihn nach dem Abitur 1982 aus dem niedersächsischen Bederkesa (Landkreis Cuxhaven) zunächst einmal in eine klassische Bankausbildung, die er bei der Norddeutschen Genossenschaftsbank in Hamburg absolvierte. Doch damit gab er sich seinerzeit nicht zufrieden und folgte seinem wirklichen Interesse, der Holztechnik. So entschloss er sich zu einer Tischlerausbildung und studierte im Anschluss das Lehramt für berufliche Schulen an der Technischen Universität Hamburg-Harburg in den Fächern Holztechnik und Politik. Da ihm und seiner Frau die Region Osthessen so gut gefiel, begann er das Referendariat an den beruflichen Schulen in Bebra und kam später über den ehemaligen Schulleiter Stephan Schmitt im Jahr 1999 an die Konrad-Zuse-Schule.
Dass es dem frischgebackenen Pensionär zuhause nicht langweilig werden wird, wurde während der Ansprache seiner Holztechnik-Kollegen deutlich: So wird er auch weiterhin und nun mit deutlich größerem zeitlichen Budget an seinem Haus handwerken und gestalten und somit lückenlos in den „aktiven Ruhestand“ eintreten.
In seiner aktiven Zeit an der Konrad-Zuse-Schule gehörten diverse Projekte zur Verbindung von Theorie und Praxis zu seinen Arbeitsschwerpunkten. So konstruierten und bauten seine Schülerinnen und Schüler Pausenbänke für die Schulgemeinde und auch benachbarte Schulen oder individuelle Holztabletts für das Kollegium. Henning Ahrens war es sehr wichtig, dass 2002 die Ausbildung der damaligen Holzbearbeiter (heute „Fachpraktiker/-in für Holzverarbeitung“) auch auf seine Initiative hin an der Konrad-Zuse-Schule angesiedelt wurde. Dabei handelt es sich um eine theoriereduzierte Ausbildung für Jugendliche mit Lernbeeinträchtigung.
Es folgten Redebeiträge des Personalrats sowie der Politik-Fachschaft, deren Leitung Henning Ahrens über mehr als zehn Jahre innehatte. Die Ansprachen machten deutlich, wie vielfältig sein Engagement an der Konrad-Zuse-Schule war: Neben seinem „Kerngeschäft“ in der Holztechnik und dem Fachunterricht für die angehenden Tischlerinnen und Tischler lag ihm insbesondere die Mitarbeit im schulischen BNE-Team am Herzen. Gemeinsam mit den beteiligten Kolleginnen und Kollegen prägte er dort die „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ maßgeblich mit. Dieses Engagement trug dazu bei, dass die Konrad-Zuse-Schule 2024 als „Umweltschule“ ausgezeichnet wurde.
Aus den Händen von Schulleiter Jörg Demuth erhielt Henning Ahrens die Urkunde des Landes Hessen zur Versetzung in den Ruhestand, der ihm in seiner Doppelrolle als Leiter und früherer Weggefährte aus der Zeit des Vorbereitungsdienstes zu seinem erreichten Ziel herzlich gratulierte und im Kreise des versammelten Kollegiums die besten Wünsche für die kommende Zeit zum Ausdruck brachte.
