Das Papier mit dem Titel „Rückblick, Aufbruch, Zukunft: Die hessischen LEADER-Regionen zur Förderperiode ab 2028“ wurde auf dem Kellerwaldhof in Bad Zwesten an den Europaabgeordneten Martin Häusling übergeben. Die Unterschriften seien innerhalb von nur drei Wochen gesammelt worden – trotz der hessischen Sommerferien.
Unterstützung kommt aus zahlreichen Regionen Hessens. Neben Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern beteiligen sich auch Erste Stadträte, Beigeordnete, Kommunalverwaltungen, Vereine, Unternehmen sowie Vertreter aus Handwerk, Tourismus und Landwirtschaft an der Initiative.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Bedeutung der LEADER-Förderung und die weitere Entwicklung des Programms ab 2028. Die Regionen ziehen in ihrem Positionspapier eine Bilanz der bisherigen Arbeit und formulieren Erwartungen an die Europäische Union, den Bund und das Land Hessen.
Dabei verweisen die LEADER-Regionen auf konkrete Erfolge: Zwischen 2023 und 2025 wurden in Hessen 176 Unternehmen unterstützt. Über das Regionalbudget konnten zudem mehr als 1.000 Projekte umgesetzt werden, die das Ehrenamt, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Lebensqualität vor Ort stärken.
„LEADER ist seit mehr als 30 Jahren ein erfolgreiches Instrument der ländlichen Entwicklung in Hessen“, sagte Dr. Stefanie Koch, Vorsitzende der Hessischen Regionalforen. Die Förderung stärke Unternehmen, sichere Arbeitsplätze und unterstütze das Ehrenamt. Die große Unterstützung für das Positionspapier zeige, dass die Menschen in den Regionen diesen Weg auch nach 2028 fortsetzen wollten.
Auch Martin Häusling zeigte sich von der Wirkung der Förderung überzeugt. „Mehr als 1.200 erhaltene oder neu geschaffene Arbeitsplätze zeigen eindrucksvoll, welchen Mehrwert LEADER für die ländlichen Räume schafft“, sagte der Europaabgeordnete.
Für die kommende Förderperiode fordern die hessischen LEADER-Regionen unter anderem eine verlässliche Finanzierung, den Erhalt unabhängiger Regionalmanagements sowie eine stärkere Verankerung des Programms in der europäischen Förderpolitik.
Häusling sprach sich ebenfalls für eine gesicherte finanzielle Grundlage aus. „Mindestens fünf Prozent der Mittel müssen verbindlich für LEADER reserviert werden. Unser Ziel sind zehn Prozent“, erklärte er. Das Positionspapier soll nun auch an die Fraktionen des Hessischen Landtags sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter aus Bundes- und Europapolitik weitergegeben werden.
