Lokales HEF 26.08.2026

Kreisschülerrat Hersfeld-Rotenburg beschäftigt sich mit Sicherheitspolitik

Bad Hersfeld (pm/sim) – Der Kreisschülerrat (KSR) Hersfeld-Rotenburg hat sich bei seiner jüngsten Vollversammlung mit der aktuellen sicherheitspolitischen Lage beschäftigt. Im Mittelpunkt standen die Bedrohungslage in Europa, der Krieg in der Ukraine, hybride Kriegsführung sowie mögliche Reaktionen Deutschlands und der NATO. Als Referent informierte Philipp Holzapfel, Oberleutnant zur See und Jugendoffizier für die Region Nordhessen, die Schülerinnen und Schüler.

Foto: Kreisschülerrat (KSR) Hersfeld-Rotenburg

„In Zeiten des Krieges in Europa und der sich zuspitzenden Bedrohungslage muss es eine Priorität sein, jungen Menschen einen Überblick über aktuelle internationale Konflikte und Bedrohungen zu verschaffen“, erklärte Kreisschulsprecher Elias Philipp Herzog. Aus diesem Grund habe sich der Kreisschülerrat dazu entschieden, Holzapfel als Jugendoffizier einzuladen. Ein solcher Überblick sei aus Sicht des KSR eine wichtige Grundlage, damit Desinformationen feindlicher Staaten schlechter verfingen und das Bewusstsein für die Notwendigkeit junger Menschen, die bereit seien, Deutschland und die NATO zu verteidigen, gestärkt werde.

Thematisch ging es unter anderem um den Ukraine-Krieg und verschiedene Formen hybrider Kriegsführung. Auch das deutsche Engagement im Baltikum wurde angesprochen. „Wir erleben immer häufiger bedrohliche hybride Angriffe seitens Russlands“, sagte Herzog. Als Beispiele nannte er unter anderem eine Sprengstoff-Drohne am Leipziger Flughafen sowie weitere Vorfälle. Vor diesem Hintergrund habe man die Mitglieder des Kreisschülerrats zu den verschiedenen Themen informiert.

Nach Angaben des KSR stoße die Auseinandersetzung mit der Sicherheitspolitik bei der Schülerschaft auf großes Interesse. Gerade Diskussionen über eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht führten dazu, dass sich viele junge Menschen mit Fragen rund um Bundeswehr, Verteidigung und die sicherheitspolitische Situation in Europa beschäftigten.

Der Kreisschülerrat spricht sich deshalb dafür aus, sicherheitspolitische Themen stärker in der Schule zu behandeln. Auch Jugendoffiziere sollten nach Ansicht des Gremiums häufiger in den Unterricht eingeladen werden. Die Schülerinnen und Schüler sollten dadurch die Möglichkeit erhalten, sich mit internationalen Konflikten und aktuellen sicherheitspolitischen Entwicklungen auseinanderzusetzen.

„Das Thema in der Schule zu ignorieren wäre angesichts der Lage völlig unangemessen“, betonte Herzog. Deutschland lebe in einer anderen Zeit als vor Beginn des Ukraine-Krieges und müsse auch mit entsprechender Weiterbildung von Schülerinnen und Schülern darauf reagieren. „Die Bundeswehr darf an Schulen nicht die Ausnahme sein, sondern muss zur Regel werden“, sagte der Kreisschulsprecher abschließend.