Die SG Kerzell ist voller Vorfreude auf das Zweitrundenduell am Donnerstag (18.30 Uhr) gegen Borussia Fulda: „Wegen solchen Spielen meldet man sich am Ende für den Kreispokal an. Das ist ein attraktives Los zuhause, da freuen sich der Verein und die Zuschauer“, so Trainer Florian Günther, der auf einen tollen Fußballabend hofft. Der Termin passe doppelt gut, denn donnerstags ist bei der Helvetia immer der Biergarten am Sporthaus geöffnet. Dazu spielen die Borussen in der Liga am Wochenende gegen Lütter – die TSG könnte also auch Augen und Ohren auf Kerzell gerichtet haben. Doch gegen den klassenhöheren Traditionsclub erwartet Günther ausnahmsweise mal „ein Spiel, in dem wir kein Favorit sind“. Dennoch habe sein Team aber den Anspruch, weiterzukommen.
Aus den ersten Wochen in der KOL Süd konnte Kerzell einiges mitnehmen: „Wir haben gemerkt, dass wir gegen jeden Probleme kriegen, sobald wir etwas nachlassen. Wir müssen an unserer Linie festhalten, dann wird sich der Erfolg auch einstellen“. Nur bei Vogelsberg im Topspiel (2:3) verlor die Helvetia bisher, ließ aber am Wochenende beim 0:0 in Hohenzell nochmals Federn. Das einzige Manko sehe Günther bisher in der Chancenverwertung: Elf Tore stehen nach sechs Partien. „Gegen Bellings waren wir auch absolut überlegen“, so der Trainer, der aber „vorneweggehen“ möchte und nicht tiefstapelt: „Ich will der Mannschaft auch das Gefühl geben, dass wir stark sind. Wir haben zu letzter Saison einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht und können ein großes Wörtchen um diese Aufstiegsplätze mitreden“, betont der Trainer: „Wir haben eine gute Mannschaft, einen breiten Kader und viel Konkurrenzkampf“. Das möchte der Trainer auch im Pokal nutzen, und etwas rotieren. „Das ist für uns aber kein Qualitätsverlust“, stellt Günther klar. Zusätzlicher Anreiz sowohl für Kerzell als auch Borussia: Im Achtelfinale würde ein Derby gegen Verbandsligist Bronnzell warten. „Es ist für beide interessant – und das wird man in den 90 Minuten auch sehen“, kündigt Günther an.
Einen Schritt weiter ist schon die SG Sickels, die bereits am Mittwoch (19 Uhr) ihr Achtelfinal-Match beim TV Neuhof spielt. Die Rollen scheinen klar verteilt, die SGS macht ihre Sache als aktueller Gruppenliga-Spitzenreiter bisher sehr gut. „Wir waren ja in der Vorsaison schon in den letzten Spielen ungeschlagen und haben die Dinge, die wir damals verändert haben, so beibehalten. Das spricht für die Mannschaft. Und natürlich ist es etwas einfacher, wenn es läuft und man nicht jede Woche unter Strom steht“, sagt Trainer Francisco Martinez. Ganz in den Kram passt Sickels das Pokalspiel nach den Doppelspieltagen in der Liga zwar nicht, denn mit Künzell (3:1) und Schlüchtern am kommenden Sonntag wird das Duell von zwei schweren Liga-Heimspielen eingerahmt. Daher wird Martinez auch etwas rotieren und eine gemischte Mannschaft schicken, die dennoch ins Viertelfinale will: „Denn wer weiß, was im Pokal noch möglich ist“. Mit dem TV Jahn Neuhof erwarte Sickels ein A-Ligist, der „absolut motiviert sein wird, was ihr gutes Recht ist“. Das Team von Radek Görner steht nach vier Spielen noch ungeschlagen da, das Torverhältnis von 15:1 kann sich außerdem sehen lassen. Erst beim 0:0 im Topspiel-Derby in Rommerz teilte der TVN erstmals in dieser Saison die Punkte. Zudem warf Neuhof schon FT Fulda aus dem Poka. Im Viertelfinale geht es für den Sieger dann übrigens gegen Dalherda oder den SV Flieden, die ihr Achtelfinale noch nicht spielen können, weil die Buchonia im Hessenpokal unterwegs ist.
Kreispokal Fulda – Achtelfinale
Mittwoch
19 Uhr
TV Neuhof – Sickels
Kreispokal Fulda – Zweite Runde
Donnerstag
18.30 Uhr
Kerzell – Borussia Fulda
