Stadtderby mit viel Feuer
Besondere Brisanz verspricht am Sonntag um 15 Uhr das Duell zwischen FT Fulda und dem FSV Germania Fulda. Während FT nach fünf Spielen mit fünf Punkten auf Rang 13 steht, hat Germania aus sechs Partien bereits elf Zähler gesammelt und rangiert auf Platz vier.
„Für jeden ist das ein besonderes Spiel“, sagt FT-Trainer Mirza Mujezinovic. Vor allem die bisherige Punktausbeute ärgert ihn, denn mit den Leistungen seiner Mannschaft ist er keineswegs unzufrieden. „Wir haben in viele Spiele gut gespielt und unsere Aufgaben soweit gut gemacht. Wenn wir auf die Tabelle schauen, sieht es nicht so aus.“ Zu häufig habe sich sein Team durch eigene Fehler um den Lohn gebracht. „Wir haben den Gegnern viele Tore geschenkt.“
Im Derby soll das nun anders werden. „Derby ist noch mal was anderes. Viele Zuschauer, ordentlich Feuer – ich erwarte ein kämpferisches Spiel“, sagt Mujezinovic. Personell sieht es bei FT gut aus: „Alle Jungs sind mittlerweile zurück.“ Entsprechend groß ist der Wunsch, den Platz als Sieger zu verlassen.
Auch Germania-Trainer Pascal Röhnke freut sich auf das Duell. „Es ist ein traditionsreiches Spiel. Die Jungs kennen sich.“ Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist Röhnke zufrieden: „Wir können gut mit dem Start leben, sind gut reingestartet und haben einen Lauf.“ Nun soll der Derbysieg her.
Dabei will Germania vor allem den eigenen Fußball durchsetzen. „Wir wollen auf unser Spiel schauen, den Ball und unser Tempo“, erklärt Röhnke. Defensiv stehe seine Mannschaft bereits gut, „da kann aber noch mehr gehen“. Personell sieht es ebenfalls positiv aus. Langzeitverletzte kehren nach und nach zurück, sodass Germania mit einem breiten Kader nach FT fahren kann.
Großentaft will die Spitze verteidigen
In der Kreisoberliga Nord kommt es ebenfalls am Sonntag um 15 Uhr zu einem spannenden Duell: Der Tabellenführer Blau-Weiß Großentaft gastiert beim SV Rot-Weiß Burghaun. Der Aufsteiger steht aktuell überraschend auf Rang vier und dürfte dem Spitzenreiter alles abverlangen.
Großentafts Trainer Patrick Lesser ist mit dem Saisonstart grundsätzlich zufrieden. Einzig die 2:3-Niederlage gegen Hünfeld II in Überzahl wurmt ihn noch. „Das Spiel lief nur in eine Richtung und wir haben mit viel Ballbesitz den Weg zum Tor nicht gefunden.“ Zuletzt gab es gegen Weiterode allerdings einen 2:1-Erfolg.
Burghaun sei nun „eine Nuss, die man erst einmal knacken muss“. Lesser erwartet ein enges und langwieriges Spiel. Ein Vorteil könnte dabei die Breite seines Kaders sein. „Wir können auch von der Bank Leute bringen, die so ein Spiel entscheiden.“ Zwar habe Großentaft keinen Spieler, der bislang zwölf Tore erzielt habe, dafür sei die Mannschaft insgesamt breit aufgestellt.
Auch defensiv sieht Lesser sein Team gut gerüstet. Allerdings kommt die schwierige Phase der Saison, und einige Leistungsträger fehlen. Das Ziel bleibt trotzdem klar: „Wir wollen die drei Punkte holen.“ Nach Platz vier in der vergangenen Saison soll es diesmal noch weiter nach oben gehen.
Vogelsberg will nächsten Dreier
In der Kreisoberliga Süd steht die FSG Vogelsberg nach sechs Spieltagen an der Tabellenspitze. Zuletzt kassierte die Mannschaft gegen den VfL Lauterbach allerdings ihre erste Niederlage. Nun kommt am Sonntag um 15 Uhr der FSV Thalau, der mit lediglich zwei Punkten aus fünf Spielen auf Platz zwölf steht.
FSG-Trainer Kevin Steudtler kann den bisherigen Saisonverlauf dennoch positiv einordnen. „Gesamtbetrachtet können wir sicherlich zufrieden sein.“ Die Niederlage sei natürlich ärgerlich, gleichzeitig wisse man, dass nach dem Abgang in der vergangenen Saison nichts selbstverständlich sei. „Wir hatten einen ordentlichen Auftakt, das macht Lust auf mehr.“
Gegen Thalau wartet nun ein alter Rivale. „Egal, wie Thalau gestartet ist, wir wissen, dass da immer Feuer drin ist und es umkämpft wird.“ Deshalb erwartet Steudtler erneut eine Partie, die seiner Mannschaft alles abverlangen wird.
Vogelsberg will dabei weiter offensiv auftreten. „Wir haben uns vorgenommen, attraktiv nach vorne zu spielen – schnell und effizient.“ Die Mannschaft habe bereits viele Tore erzielt, teilweise wären sogar noch mehr möglich gewesen. Entscheidend sei aber das Gleichgewicht zwischen Angriff und Abwehr. Die Niederlage gegen Lauterbach soll schnell abgehakt werden: „Da sind wir an vielen Stellen nicht an unsere Leistungsgrenze gekommen. Jetzt schauen wir nach vorne.“ Personell kann Steudtler weitgehend aus dem Vollen schöpfen.
Der Spieltag in der Übersicht:
Kreisoberliga Fulda Mitte
Freitag
18.30 Uhr
SG Reulbach/Brand – SG Praforst
19 Uhr
SG Ehrenberg – RSV Petersberg
Samstag
17 Uhr
SG Hilders/Simmershausen – SV Großenlüder
Sonntag
15 Uhr
FT Fulda – FSV Germania Fulda
SG Marbach/Dietershan – TSV Bachrain
Haimbacher SV – SG Ehrenberg
Türkischer SV Fulda – RSV Petersberg
SG Edelzell/Engelhelms – SG Praforst
FSG Dipperz/Dirlos – SG Reulbach/Brand
17 Uhr
KSV Niesig – SV Müs
Kreisoberliga Fulda Süd
Freitag
18.15 Uhr
SG Rückers – VfL Lauterbach19 Uhr
Spvgg. Hosenfeld – FSV Thalau
SG Kalbach – SG Welkers/Rönshausen
SV Schweben – SV Buchonia Flieden II
Sonntag
15 Uhr
FSG Vogelsberg – FSV Thalau
SG Schmalnau/Hettenh/Gersf. – TSV Rothemann
Spvgg. Hosenfeld – SG Grimmstadt
SG Lauter – SG Rückers
SG Welkers/Rönshausen – SG Löschenrod
SG Kalbach – SG Bellings/Hohenzell
SG Kerzell – VfL Lauterbach
Kreisoberliga Fulda Nord
Freitag
19 Uhr
SV Wölf – SV Steinbach II
SG Eiterfeld/Leimbach II – VFL Philippsthal
SG Heineb/Osterb. – FSG Jossatal
Samstag
16 Uhr
ESV Hönebach – SG Neuenstein
17 Uhr
ESV Weiterode – SG Rotenburg/Lispenhausen
Sonntag
15 Uhr
Hünfelder SV II – SV Steinbach II
SV Rot Weiß Burghaun – Blau-Weiß Großentaft
FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen – SG Friedewald/Ausbach
FSG Bebra – SV Wölf
