Lokales FD 01.08.2026

Konzertrunde auf der Zielgeraden – Halbfinal-Entscheidung steht an

Fulda (pm/gü) – Das Publikum des Pianale Piano Festival erlebte am Mittwoch- und Donnerstagabend weitere zwölf Pianistinnen und Pianisten, die sich mit einem vielfältigen Programm in der zweiten Konzertrunde des Wettbewerbes präsentierten.

Die Pianale-Teilnehmenden, die am Donnerstag auf dem Frauenberg auftraten. Foto: Pianale.

Seit Dienstagabend stellen sich alle 25 Pianale-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer in einer zweiten Konzertrunde ihrem Publikum vor. Sie werden dabei von dem zweiten Team der von der Pianistin und Pianale-Initiatorin Uta Weyand angeführten Jury bewertet. Schon in der ersten Konzertrunde bewiesen die 25 Klavier-Talente der Pianale ihr Können mit einem Auftritt von jeweils etwa zehn Minuten freigewähltem Programm. Mit einem anderen Programm ging es nun weiter. So kam das Publikum im Vonderau Museum am Mittwochabend in den Genuss von Werken von Beethoven bis Rautavaara.

Die junge Chinesin Tianyu Lu (16) begann den Abend mit einer frischen Darbietung eines Schubert-Klavierstückes gefolgt von dem vierten Satz aus der Beethoven Sonate op. 22. Jacob Reif (17) aus Deutschland lebt in Schweden. Er interpretierte die schwebende Arietta und kraftvoll und frisch das bekannte Lyrische Stück Trolltog von Grieg. Auch in der Rachmaninoff-Etüde packte er kräftig zu. Vor der Pause brachte Jan Rener aus Slowenien (22) Chopins Polonaise op. 53 zu Gehör. Das Publikum konnte nach der Pause zwei weniger aufgeführte Werke hören: die Etüde op. 42 Nr 1 von Rautavaara und den ersten Satz aus Ginasteras erster Sonate dargeboten von Ashley Solano Hernández aus England/Kolumbien (23). Der 29-jährige Chinese Zhu Wang meisterte den ersten Satz aus der Beethoven Sonate op. 31 Nr. 1 und Chopins Barcarolle mit Bravour. Milosz Grncaroski aus Serbien (25) erfrischte sein Publikum mit einer Sonate von Soler und setzte einen leidenschaftlichen Schlusspunkt mit dem ersten Satz aus der 2. Rachmaninoff Sonate.

Die darauffolgende „Lauterbacher Konzertrunde“ musste am Donnerstag wegen des verheerenden Feuers am Tag zuvor in Lauterbach nach Fulda verlegt werden. So traten weitere sechs Pianistinnen und Pianisten am Donnertagabend im Refektorium des Kloster Frauenberg auf. „Es hat uns sehr leid getan, nicht im Hohhaus auftreten zu können“, sagt Uta Weyand. Man habe im Kloster schnell reagieren können. Das Publikum konnte über die Medien von der Verlegung des Konzertes erfahren. Den Abend gestalteten Lixian Jiang (China), Ruzgar Ozgulsun (Türkei) Cameron Liu (England) Gabriella Muradova (England) Mykhailo Diordiiev (Ukraine) und Asahi Ota (Japan) mit Werken von Beethoven, Mozart, Debussy, Chopin, Lyadov und Rachmaninoff.

Am Freitagabend treten noch sechs weitere Pianistinnen und Pianisten im Kloster Frauenberg auf. Dies allerdings vor geschlossener Gesellschaft. „Wir bedanken uns mit diesem Konzert jedes Jahr bei den Franziskanern und bei Antonius gemeinsam:mensch für die herzliche Gastfreundschaft im Kloster Frauenberg“, erklärt Uta Weyand.  Danach fällt die Entscheidung, der ins Halbfinale einzieht. Die acht Besten dürfen dann am Sonntag um 18.30 Uhr in der Aula der Alten Universität in Fulda auftreten. Die Spannung ist groß und dennoch berichtet Uta Weyand, dass es bei der Pianale nicht nur um den Wettbewerb, sondern vor allem um einen freundschaftlichen und kollegialen Umgang miteinander ginge. So erlebten alle Nicht-Auftretenden am Mittwoch- und Donnerstagabend, wie ihre Pianisten-Freunde auftraten und beklatschten sie gleichermaßen begeistert.

Konzerte im Museum und im Kloster. Fotos: Pianale.