Die Kinder spannen ihre Bögen und schießen voller Konzentration auf die Scheiben und 3D-Modelle von Tieren. „Jeder kann mitmachen, wir fördern dann nur noch, dass jeder gut schießen kann“, erklärt Brigitte Curtis, Jugendleiterin des Deutschen Behindertensportverbands (DBSV). Die Teilnehmer erwartet außerdem ein Bogenlauf – die Kombination aus Rennen und Schießen. An einem weiteren Tag steht ein Besuch im Freibad auf dem Programm.
„In der Schule wurden einige immer durchgereicht“, erzählt Curtis. Häufig fehle es Schulen an inklusiven Angeboten, die Umgebung sei für beeinträchtigte Kinder oftmals schlecht begehbar und das Lerntempo werde nicht angepasst. „Was meinen Sie, was es für die Kinder bedeutet, das erste Mal so richtig am Sport teilnehmen zu können?“, sagt Curtis. „Die Kinder sind immer stolz, wenn sie überhaupt mitmachen können. Leistung ist nur das i-Tüpfelchen.“
Einige Teilnehmer werden sogar für internationale Wettkämpfe ausgebildet. Vor kurzem gewann ein Kind mit Downsyndrom eine besondere Medaille: „Das war die schönste Medaille, die ich je umgehängt habe“, erzählt Curtis. Die Kinder müssen sich dabei den gleichen Entfernungen stellen wie andere Schützen, benötigen jedoch einen gut begehbaren Untergrund.
Am Camp können auch Kinder ohne Beeinträchtigung teilnehmen. Übernachtet wird bis Sonntag in der angrenzenden Turnhalle.
