Leichtathletik 12.08.2026

Hünfelder Nachwuchs trotzt Meldechaos – Starke Leistungen

Hünfeld (pm/jah) – Lange Wartezeiten, verkürzte Versuche und eine nicht ganz optimale Anlage: Beim 20. Feriensportfest im Knüllstadion in Neukirchen mussten die Nachwuchsathletinnen des Hünfelder SV mit schwierigen Bedingungen umgehen. Die elf Leichtathletinnen ließen sich davon allerdings nicht aus dem Konzept bringen und sorgten bei der ausschließlich auf technische Disziplinen ausgerichteten Veranstaltung für zahlreiche starke Leistungen.

Fotos: Hünfelder SV

Der Veranstalter war vom großen Teilnehmerfeld überrascht. Um den Zeitplan trotz des unerwarteten Andrangs einhalten zu können, reduzierte die Wettkampfleitung teilweise die Anzahl der Versuche in den technischen Wettbewerben. Zudem fehlen aktuell noch die Ergebnisse im Ballwurf von Mattea Auerbach, Lea Dostal und Jana Nuhn in den offiziellen Ergebnislisten. Diese sollen nach Angaben des Veranstalters nachgetragen werden.

Ungeachtet der organisatorischen Herausforderungen präsentierte sich das Hünfelder Aufgebot als geschlossene Mannschaft. Die elf Athletinnen traten zwar in unterschiedlichen Disziplinen an, waren im Stadion aber als Gemeinschaft präsent.

HSV-Talente mit starken Leistungen

Besonders im Wurfbereich sorgten Edda Bischof (WJU18) und Lena Dehler (W15) für Ausrufezeichen. Beide gehören zu den stärksten Athletinnen ihrer Altersklassen in Hessen. Im Kugelstoßen liegen sie aktuell jeweils auf Rang zwei der hessischen Bestenliste. Dehler belegt zudem im Diskuswurf Platz zwei, Bischof Platz drei in Hessen.

Auch Amelie Witzel (WJU18) bewies Geduld und Nervenstärke. Aufgrund des großen Teilnehmerfeldes musste die Hünfelderin rund 50 Minuten warten, bevor sie überhaupt zu ihrem ersten Hochsprungversuch antreten konnte. Bei 1,50 Metern ging es für sie schließlich los. Von der langen Wartezeit ließ sich Witzel nicht beeindrucken und übersprang am Ende starke 1,62 Meter.

Lea Dostal (W13) bestätigte ihre starke Form im Weitsprung. Gleich viermal übersprang sie die Fünf-Meter-Marke und unterstrich damit ihre Spitzenposition in Hessen.

Für einen persönlichen Erfolg sorgte Ella Kayser (WJU18) im Speerwurf. Die Bedingungen waren dabei alles andere als einfach: Die Anlaufbahn war mit rund einem Meter ungewöhnlich schmal, zudem war sie zu kurz und uneben. Kayser behielt dennoch die Ruhe und steigerte ihre persönliche Bestmarke von 27,52 auf 29,27 Meter.

Wettkampfpraxis für die Team-DM

Das Feriensportfest diente auch als Vorbereitung auf die anstehende Deutsche Team-Meisterschaft. Marie Weber trat dafür bewusst in der höheren Altersklasse WJU20 an. So konnte sie unter Wettkampfbedingungen Erfahrungen mit den schwereren Geräten im Speerwurf und Kugelstoßen sammeln.

Komplettiert wurde das elfköpfige Hünfelder Aufgebot von Emilie Auerbach, Eva Weigel und Victoria Cernogubova. Auch sie zeigten gute bis sehr gute Leistungen.

Trotz der verkürzten Versuchsanzahl, langer Wartezeiten und schwieriger Bedingungen bewiesen die HSV-Talente damit, dass sie sich auch von widrigen Umständen nicht aus dem Rhythmus bringen lassen. Gleichzeitig zeigte sich, dass der Teamgedanke beim Hünfelder SV nicht erst aufkommt, wenn mehrere Athleten gemeinsam in einer Mannschaft antreten: Auch bei einem Sportfest mit Einzelwettbewerben präsentierte sich der Nachwuchs als geschlossene Einheit.