Lokales FD 27.08.2026

Hünfeld fühlt sich sicher – Kompass-Projekt soll Prävention stärken

Hünfeld (st) – Hünfeld wurde im Jahr 2021 in das Kompass-Programm des hessischen Innenministeriums aufgenommen. Im Rahmen einer Bürgerumfrage zum Thema Sicherheit in Hünfeld wurden insgesamt 3760 Personen im Alter von 14 bis 70 Jahren und älter befragt. 791 Personen (21,47 Prozent) gaben ihre Meinung ab. Die Befragung fand von Februar bis März 2022 statt.

v.l.n.r. Dennis Metz, Bastian Bayer, Jasmin Hohmann, Benjamin Tschesnok, Dirk Stippich Foto: Stephanie Trapp

„Hünfeld ist sicher und die Menschen fühlen sich auch sicher“, betonte Bürgermeister Benjamin Tschesnock. Auch aus der Umfrage sei dies deutlich herauszulesen, was anhand einer Präsentation gezeigt wurde. Das Kompass-Programm setzt bei der Sicherheit im Umfeld mit verschiedenen Maßnahmen an und soll das Sicherheitssystem stärken. Mit der Bürgerumfrage konnte festgestellt werden, wo die Bürger Problemzonen sehen, um diese gezielt zu verbessern. Abteilungsdirektor Dirk Stippich betonte: „Die Zusammenarbeit mit der Stadt ist herausragend“ und befand, dass Hünfeld eine sehr starke Blaulichtfamilie habe.

Im Bezug auf die Umfrage wurden verschiedene Maßnahmen ins Leben gerufen. Zum Beispiel hat die Stadt Hünfeld eine Schutzfrau vor Ort, die für jeden ansprechbar ist. Jasmin Hohmann, die diese Rolle übernommen hat, ist selbst seit elf Jahren in Hünfeld. „Vor Ort soll ein ansprechbarer, bürgernaher, kompetenter, sichtbarer Polizist sein und genau das möchte ich sein“, betonte die 43-jährige Polizistin. Als Schutzfrau gehören Vorträge zur Prävention zu ihren Aufgaben. Egal ob Schockanrufe oder der Enkeltrick, aber auch die Schulwegsicherung sei ihr wichtig.

Positiv aus der Befragung abzulesen war, dass fast ein Viertel der Befragten (22,4 Prozent) kein dringliches Problem sieht. Auch zur Frage, wie sich das Sicherheitsgefühl in den Jahren verändert habe, gaben 71,4 Prozent an, dass es gleich geblieben sei. Jedoch haben 28 Prozent angegeben, dass sie bestimmte Orte bei Dunkelheit meiden, und 15,7 Prozent meiden größere Menschenmengen. Und genau da soll angeknüpft werden.

Im Rahmen des Programms wurden unter anderem Erneuerungen der Videoüberwachung am Bahnhof installiert und ein Mängelmelder über eine App eingerichtet. Doch schon bevor Hünfeld in das Programm aufgenommen wurde, konnte die Stadt Maßnahmen nachweisen, zum Beispiel die Umstellung auf LED-Beleuchtung oder regelmäßige Polizeigespräche.

In Zukunft sollen noch mehr Präventionsmaßnahmen getroffen werden, wie zum Beispiel die Unterstützung der Schulwegplanung mit den Grundschulen, Gewaltprävention an Schulen oder ein Sicherheitsberater für Senioren, der an den Bürgerbeirat weitergegeben werden soll.

Kompass-Projekt in Hünfeld. Fotos: Stephanie Trapp