Das Gesundheitsamt des Landkreises Fulda weist deshalb noch einmal auf die Tipps im Umgang mit der Hitze hin:
„1. Wissen, wann es heiß wird. Achten Sie auf Hitzewarnungen in den Medien oder nutzen Sie die unten beschriebenen Informationsangebote des Deutschen Wetterdienstes (DWD). So können Sie sich am besten auf die bevorstehende Hitze einstellen.
2. Meiden Sie die Hitze. Passen Sie Ihren Tagesablauf an: Halten Sie sich zwischen 11 und 17 Uhr möglichst wenig im Freien auf, außer an Orten, die kühler als Ihre Wohnung sind. Meiden Sie anstrengende Aktivitäten zu diesen Tageszeiten im Freien.
3. Trinken Sie ausreichend und essen Sie leichte Kost. Trinken Sie bewusst viel, circa zwei bis drei Liter pro Tag. Am besten geeignet ist Wasser. Sprechen Sie bei Herz- oder Nierenerkrankungen mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über die Anpassung der Trinkmenge. Nehmen Sie leichte, frische und kühle Lebensmittel und Speisen zu sich. Gut eignen sich beispielsweise Gemüse, Salate, Obst oder fettarme Milch und Milchprodukte. Meiden Sie fettige Lebensmittel und Speisen sowie viel Fleisch.
4. Kühlen Sie Ihren Körper. Wasser ist die beste Kühlung. Legen Sie beispielsweise kühle, feuchte Umschläge auf Arme, Beine, Stirn oder Nacken. Machen Sie Fußbäder oder halten Sie Ihre Unterarme in oder unter kühles Wasser. Oft hilft es bereits, die Haut mit etwas Wasser zu benetzen. Alternativ eignen sich auch kühlende Lotionen oder Sprays.
5. Halten Sie Ihre Wohnung kühl. Halten Sie bei starker Hitze Fenster und Türen tagsüber geschlossen. Lüften Sie am besten nur, wenn es draußen kühler ist als in Ihrer Wohnung. Das ist meist nachts oder in den frühen Morgenstunden der Fall. Verschatten Sie nach Möglichkeit die Fenster durch Fensterläden, Rollos oder Markisen. Sorgen Sie für Luftbewegung im Raum. Beim Einsatz von Klimaanlagen sollten Sie darauf achten, diese aufgrund der erhöhten Erkältungsgefahr nicht zu kalt einzustellen.
6. Stellen Sie Arzneimittel auf den Prüfstand. Sprechen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin beim nächsten Besuch auf die Hitzeverträglichkeit Ihrer Medikamente an. Beachten Sie auch die Hinweise in der Packungsbeilage.
7. Achten Sie auf Ihre Mitmenschen. Bieten Sie bei Bedarf Ihre Hilfe an. Halten Sie bei Hitze besonders den Kontakt zu Angehörigen, Freunde oder Nachbarn.
8. Handeln Sie im Notfall. Bei großer Hitze kann es zunächst zu einer Hitzeerschöpfung und schlimmstenfalls zu einem Hitzschlag kommen. Typische Symptome einer Hitzeerschöpfung sind kalte und feuchte Haut, niedriger Blutdruck mit hoher Pulsfrequenz und eine rasche aber schwache Atmung. Dazu kommt Appetitlosigkeit, Übelkeit, Schwindel und Abgeschlagenheit. Spätestens, wenn Sie diese Symptome wahrnehmen, sollten Sie etwas Kühles trinken (zum Beispiel Mineralwasser) und Ihren Körper abkühlen (zum Beispiel lauwarme Dusche, Arm-Bäder). Falls sich Ihr Zustand in der darauffolgenden Stunde nicht verbessert oder wenn Ihre Körpertemperatur 38 Grad Celsius erreicht (mit dem Fieberthermometer messen), benötigen Sie ärztliche Hilfe, um einen Hitzschlag zu vermeiden. Bei einem Hitzschlag ist die Haut gerötet, heiß und trocken. Übelkeit, Kopfschmerzen, Bewusstseinsveränderungen und Bewusstlosigkeit sind weitere mögliche Kennzeichen eines Hitzschlags und erfordern sofortige ärztliche Hilfe. Rufen Sie in einem solchen Fall sofort den Rettungsdienst (112), wenn jemand einen Hitzschlag erleidet.
Weitere Hinweise zur Hitze erhalten Sie beim Gesundheitsamt des Landkreises Fulda unter www.landkreis-fulda.de/hitzeinformationen
Nutzen Sie die Informationsangebote des Deutschen Wetterdienstes (DWD): Hier kommen Sie direkt zu den aktuellen Wetter- und Hitzewarnungen für Deutschland und den Landkreis Fulda: https://www.dwd.de/DE/wetter/warnungen_landkreise/warnWetter_node.html
Über den Newsletter des DWD werden Sie automatisch über aktuelle Warnungen informiert: https://www.dwd.de/DE/service/newsletter/newsletter_node.html
Holen Sie sich Warnungen und aktuelle News zum Wetter direkt auf Ihr Smartphone:
https://apps.apple.com/de/app/dwd-warnwetter/id986420993?ls=1
https://play.google.com/store/apps/details?id=de.dwd.warnapp“
Hintergrund der Warnstufen:
„Als Reaktion auf den extrem heißen Sommer 2003 wurde im Jahr 2004 im damaligen Sozialministerium gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) das Hessische Warnsystem eingeführt, um insbesondere ältere Menschen in Einrichtungen vor den gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze zu schützen“, so das Hessische Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege. Dabei gibt es zwei Warnstufen:
Hitzewarnstufe 1 warnt vor einer starken Wärmebelastung. Sie wird bei einer gefühlten Temperatur von mehr als 32 Grad Celsius erreicht.
Hitzewarnstufe 2 warnt vor extremer Wärmebelastung. Sie liegt vor, wenn die gefühlte Temperatur 38 Grad Celsius übersteigt oder Warnstufe 1 an vier aufeinanderfolgenden Tagen andauert.
