Die Favoritenrolle nimmt die SG Bad Soden natürlich an. Gleichwohl warnt Mehic aber direkt: „Das wird ein richtiges Pokalspiel“. Seine Sodener hatten schon beim 1:1 in Grebenstein „nicht alles verkehrt“ gemacht, nur die Durchschlagskraft und die Kaltschnäuzigkeit fehlten vorne. Das sah beim 4:1 zuletzt gegen Schwalmstadt schon besser aus – es war der erste Sieg im dritten Anlauf gegen einen Aufsteiger. „Wir haben verdient 4:0 geführt und damit Selbstvertrauen getankt. Das hat uns ein gutes Gefühl gegeben“, so Mehic.
Der Coach nutzte die Zeit am Freitagabend für einen Abstecher nach Dörnigheim: Die Germania schoss den FC 03 Gelnhausen mit 8:0 ab und stellte ihre offensiven Qualtäten unter Beweis. Dass die Sprudelkicker Gelnhausen in der Vorbereitung nur knapp bezwingen konnten, will Mehic aber nicht als Vergleich nehmen. Die Torgefahr des Gegners ist dennoch unstrittig – in fünf Punktspielen erzielte Dörnigheim schon 23 Tore. Mit Ugur Erdogan, Hakan Gültekin, Frederik Novak, Josef Sultani und Ronaldo Eurich haben schon etliche Spieler mindestens dreimal getroffen. „Da müssen wir aufpassen, sie sind sehr flexibel und haben ein paar gute Jungs dabei“, erwartet Mehic „keinen Selbstläufer“, doch sein Team wolle „unser Spiel machen und alles abrufen“.
Das große Ziel ist am Ende das Weiterkommen – und dafür wollen die Sprudelkicker alles geben: „Wir müssen wieder hinten stabil und vorne kaltschnäuzig sein, müssen da weitermachen, wo wir aufgehört haben“. Vorsicht ist geboten, doch im Falle eines Sieges wartet das ein „attraktives Los“ im Achtelfinale, weiß auch Mehic. Der Gewinner vom Dienstagabend darf den Regionalligisten TSV Steinbach Haiger im September empfangen. Und auf Sodener Seite wird sich personell zumindest noch etwas verbessern: Kensei Fujinaga und Daniele Fiorentino stehen wieder in größerem Umfang zur Verfügung. Neiter, Kymlicka und Shigeno fehlen nach wie vor.
