Für den HSV ist es eine kräftezehrende Woche: Erst das Pokalspiel beim Ligakonkurrenten am frühen Mittwochabend, dazu die An- und Abreise, und nun zwei Tage bis zum nächsten Auswärtsspiel in der Hessenliga. „Für uns wird es wieder richtig schwer“, sagte Hünfelds Trainer Benjamin Fuß direkt nach dem Sieg im Elfmeterschießen in Pohlheim, der seinen Jungs einen Pokal-Kracher gegen den FSV Frankfurt bescherte. Doch soweit ist es noch lange nicht.
Erstmal soll es in der Liga weiterhin so gut laufen wie zum Start: Vier Siege und nur eine Niederlage stehen in der Statistik bei den Osthessen, und in Hummetroth wartet am Wochenende so etwas wie ein angeschlagener Boxer, der erst ein Pünktchen sammeln konnte – zuletzt ein 1:1 in Alzenau, nach zuvor vier Pleiten am Stück. „Sie laufen ihren Ansprüchen hinterher, aber haben trotzdem Qualität in ihren Reihen. Das wird eine noch weitere Fahrt für uns und wir stellen uns wie jede Woche auf ein brutal schweres Spiel ein“, so Fuß.
Gespielt wird im von Hünfeld aus 150 Kilometer entfernten Pfungstadt in Südhessen – der Platz dort dient als Ausweichplatz für den SVH, der diese Saison auch schon in Erbach spielte. Aufgrund von anderen Veranstaltungen dort spielt der Club aber zumindest aktuell noch regelmäßig in Pfungstadt. Als Aufsteiger spielte Hummetroth im Vorjahr bekanntlich anfangs oben mit, stürzte dann aber ab und fand sich am Ende knapp über dem Strich wieder – zwei Punkte Vorsprung waren es auf Relegant CSC Kassel. Der Club des „Odenwald-Millionärs“ Stefano Trizzino hatte im Frühjahr Pläne für eine Fusion mit Pars Neu-Isenburg öffentlich gemacht, die dann aber geplatzt waren. Formale Hürden hatten dies erschwert, und so kämpft Hummetroth erstmal wieder um Punkte gegen den Abstieg. Den ersten gab es für das Team von Trainer Tino Lagator, der als Spieler unter anderem für Hessen Dreieich stürmte, jüngst bei Bayern Alzenau. Mit Issak Somov hat der SVH auch einen in Osthessen bekannten Spieler in den eigenen Reihen – er machte in Eiterfeld und Neuhof vor wenigen Jahren auf sich aufmerksam.
So oder so: Der Hünfelder SV reist mit viel Selbstbewusstsein an, stellt Trainer Fuß klar: „Und wir fahren dahin, um etwas mitzunehmen. Das ist unser Anspruch“. Personell bleibe alles beim Alten – wenngleich Veränderungen aufgrund der englischen Woche nicht ausgeschlossen sind.
Hessenliga
Freitag
18 Uhr
FSV Fernwald – SC 1960 Hanau
19.30 Uhr
SV Darmstadt 98 U21 – SV Unter-Flockenbach
Samstag
14 Uhr
FC Giessen – VfB 1905 Marburg
KSV Baunatal – Türk Gücü Friedberg
15 Uhr
SV Hummetroth – Hünfelder SV
16 Uhr
SV Rot-Weiß Hadamar – FC Turabdin-Babylon
Sonntag
15 Uhr
FC Eddersheim – KSV Hessen Kassel II
CSC 03 Kassel – TSV Eintr. Stadtallendorf
15.30 Uhr
SV Rot-Weiss Walldorf – FC Bayern Alzenau
