„Zunächst einmal freuen wir uns, dass es endlich wieder um Punkte geht“, sagt Fuß. Mit der Vorbereitung zeigt sich der Coach zufrieden. „Die Jungs haben gut mitgezogen. Man kann zwar nie genau einschätzen, wo man steht, aber wir haben uns ein gutes Gefühl erarbeitet.“
Vor allem der Gegner wirft noch einige Fragezeichen auf. Hanau hat seinen Kader im Sommer kräftig umgebaut – mit 19 Neuzugängen und 15 Abgängen. „Wir treffen auf eine ganz andere Mannschaft als im vergangenen Jahr“, erklärt Fuß. Zudem wartet auf den HSV ein großer Platz und eine Mannschaft, die sich unter anderem mit Halil Ibrahim Yilmaz und Dominik Wüst qualitativ verstärkt habe. „Wir fahren mit dem nötigen Respekt dorthin, aber ohne Angst. Wir wollen mutig auftreten und zeigen, was wir uns in der Vorbereitung erarbeitet haben. Die Jungs scharren mit den Hufen, dass es endlich losgeht.“
Auch die eigenen Neuzugänge stimmen den Trainer optimistisch. „Sie haben sich gut integriert und bringen Qualität mit.“ Dadurch sei der Konkurrenzkampf innerhalb des Kaders noch einmal größer geworden. „Wir sind inzwischen fast auf jeder Position doppelt besetzt.“ Hinzu komme eine konstant hohe Trainingsbeteiligung. „Da muss man den Jungs ein Kompliment machen. Sie sind sehr zuverlässig und aktuell sind nahezu alle Mann an Bord für das erste Spiel.“
Mit Blick auf die gesamte Liga erwartet Fuß erneut eine spannende Saison. „Die Hessenliga ist wie jedes Jahr brutal ausgeglichen.“ Durch den Wegfall von der U21 von Eintracht Frankfurt werde das Teilnehmerfeld sogar noch enger zusammenrücken. Als Favoriten nennt der HSV-Coach TSV Eintracht Stadtallendorf und den FC Eddersheim, zudem traut er KSV Baunatal und dem FC Gießen eine gute Rolle zu. „Es wird einige Mannschaften geben, die oben mitspielen. Einen klaren Favoriten, der sich früh absetzt, sehe ich aber nicht.“
Für den Hünfelder SV selbst formuliert Fuß die Ziele bewusst zurückhaltend. „Ich werde hier keine vermessenen Aussagen machen. Wir wissen, was wir können – und auch, was wir nicht können.“ Seine Mannschaft habe jedoch bewiesen, dass sie jeden Gegner schlagen könne, wenn sie an ihre Leistungsgrenze gehe. „Genau so wollen wir auftreten. Wir wollen uns weiter in der Hessenliga etablieren, wissen aber auch, wie schwer das ist. Deshalb gehen wir die Aufgabe mit der nötigen Demut an.“
Der Saisonauftakt in Hanau soll nun zeigen, wo der HSV nach einer intensiven Vorbereitung tatsächlich steht. „Die Vorbereitung kann dir ein gutes Gefühl geben – die Wahrheit liegt aber erst in den Punktspielen.“
