Verbandsliga
Prächtig lief es nach der Sommerpause für Rot-Weiß Fuldas Herren beim TC Langen II: Am Ende stand ein 7:2-Erfolg, der schon nach fünf Einzelsiegen feststand. Vor dem Spieltag schwebte das Team noch etwas „zwischen Abstiegskampf und Aufstiegsträumen“, formulierte Uli Fromm aus dem Staff der Rot-Weißen. Doch nun ist mindestens mal der Klassenerhalt fix. „Nach dem Durchmarsch in die Verbandsliga ist das für uns ein mega Erfolg. Wir haben schon mal ein bisschen die Korken knallen lassen“, so Fromm. In Langen spielte der Franzose Arthur Bonnauf furios auf – er kam mit viel Selbstvertrauen von einem Turniersieg in Paris im Gepäck, nachdem er dort einen ATP-400-Spieler im Endspiel geschlagen hatte. Seinem Gegner hier ließ er beim 6:0, 6:0 keine Chance. An Position zwei performte Leopold Stock mit „super Grundlinienspiel“, lobte Fromm. Fabian Neff an drei steigerte sich nach Satzverlust einmal mehr und biss sich rein ins Duell, letztlich konnte er im Champions Tiebreak einen wichtigen Punkt holen. An Position vier blieb Caspar Schütze nervenstark und an Position sechs war Max Hajok wieder „eine Bank“. Lediglich Kiano Litz an fünf hatte etwas Match-Pech, gewann den ersten Satz noch mit 6:2, verlor dann den zweiten und auch den Tiebreak schließlich mit 9:11. Da die Partie entschieden war, teilten die Teams die Doppel noch kampflos auf – so stand der 7:2-Sieg für die Rot-Weißen, die nun auf Platz vier liegen, aber nur zwei Punkte hinter dem Spitzen-Trio. „Sogar eine kleine Chance auf den Aufstieg besteht noch“, meinte Fromm: „Aber der Klassenerhalt war anfangs unser Ziel und wir sind jetzt schon total zufrieden“.
Punkte für RW Fulda: Arthur Bonnaud, Leopold Stock, Fabian Neff, Caspar Schütze, Max Hajok, Stock/Schütze (w.o.), Neff/Hajok (w.o.)
Grün-Weiß Fulda hat den Titelkampf nochmal spannend gemacht: Mit einem 5:1-Sieg in Groß-Umstand meldete sich das Team von Mannschaftsführer Falk Hartmann aus der Sommerpause der Vierer-Verbandsliga zurück und ist nun punktgleich (8:2 Punkte) mit Tabellenführer Langen III und Verfolger Schwanheim. Nur wegen der Matchpunkte liegen die Fuldaer erstmal auf Rang drei. Beim Auswärtsspiel ließen Hartmann und Aron Tukacs in ihren Einzeln wenig anbrennen, für Tukacs war es der erste Einzelsieg der Saison. „Mit sehr intensiven Ballwechseln im ersten Satz hat er dem Gegner den Zahn gezogen“, berichtete Hartmann. An Position drei lieferte sich Felix Sekanina das spannendste Spiel, er konnte nach 4:6 im ersten dann im zweiten Satz einen Matchball abwehren, gewann selbst und kämpfte sich in den Champions Tiebreak. Dort brachte er dann aber auch eine 8:5-Führung nicht ins Ziel und verlor maximal unglücklich, aber auch gegen einen starken Gegner. Das Einser-Duell zwischen Fuldas Daniel Orlita (LK5,0) und Timo Schmidt (LK4,0) war dann das Highlight: „Eines der besten Spiele dieser gesamten Saison. Über zwei Sätze hochklassig und eng“, staunte Hartmann: „Und von den LKs he wahrscheinlich mit die besten Einzelspieler der Liga“. Orlita setzte sich am Ende mit 6:1, 6:4 durch. Damit führten die Fuldaer 3:1 und stellten die Doppel so auf, dass Orlita/Hartmann auf jeden Fall den Sieg eintüten würden. Das machten sie auch souverän, der Doppelerfolg von Sekanina/Tukacs war dann sogar noch Bonus. „Sie haben es nach Rückstand noch gedreht – und mit Blick auf die Tabelle kann das auch noch ein kleines Zünglein an der Waage werden, weil es auf jeden Matchpunkt ankommen wird“, sagte Hartmann erleichtert, der nach der heißen Sommerpause „angenehme Bedingungen“ beim Gegner vorfand: Nicht ganz so heiß, leichte Bewölkung und Plätze in sehr gutem Zustand nach zeitweisem Regen.
Punkte für GW Fulda: Daniel Orlita, Falk Hartmann, Aron Tukacs, Orlita/Hartmann, Sekanina/Tukacs.
Für Ligakonkurrent BW Petersberg gab es nach der Sommerpause zumindest den ersten Punktgewinn: Vier Pleiten kassierte der Aufsteiger zuvor in dieser Saison und holte nun ein 3:3 im Kellerduell beim TC Bierstadt. Damit stehen die Petersberge weiter auf dem vorletzten Platz der Vierer-Verbandsliga, haben aber ein hartes Restprogramm und liegen zwei Punkte hinter dem Drittletzten. Zwei Einzelsiege gab es durch Luca Hohmann im Champions Tiebreak sowie Claudius Schmid, ehe die beiden auch noch im Doppel erfolgreich waren. Unglücklich: Alexander Gepperth verlor sein Einzel mit 4:6, 6.1, 7:10.
Punkte für BW Petersberg: Luca Hohmann, Claudius Schmid, Hohmann/Schmid.
Gruppenliga
Positiv lief es diesmal auch bei den Herren von Rot-Weiß Fulda II: Das Team stand bis dato noch ohne Punktgewinn in der Sechser-Gruppenliga da, nun feierten Elias Klüber und Co. endlich den ersten Sieg des Jahres: ein 7:2-Heimerfolg gegen die TSG Rodgau. Damit distanzierten die Fuldaer den direkten Konkurrenten ein wenig und schoben sich auf einen Nichtabstiegsplatz vor. In Sachen Klassenerhalt ist also noch alles drin, zumal es jetzt noch gegen zwei Teams aus der unteren Tabellenhälfte geht. Wie die erste Mannschaft in der Verbandsliga führte auch RW Fulda II nach den Einzeln mit 5:1 durch Punkte von Laurenz Schuster, Benedikt Reith, Leopold Hohmann, Elias Klüber und Luis Gutjahr. Die Doppel wurden dann gespielt und gingen alle drei in den Champions Tiebreak. Hier setzten sich dann außerdem noch Reith/Klüber und Schäfer/Gutjahr durch.
In der Vierer-Gruppenliga wurde BW Bad Hersfeld am Wochenende seiner Favoritenrolle im Derby gerecht und gewann in Hünfeld mit 5:1. Die Hersfelder sind weiter ungeschlagen, BW Hünfeld steht immer noch punktlos am Tabellenende und ist dem Abstieg ganz nahe. Der SV Neuhof siegte zuhause im zweiten osthessischen Duell mit 4:2 gegen den TC Marbach, und Bad Soden-Salmünster gewann ebenfalls 4:2 gegen Bad Sooden-Allendorf/Witzenhausen.
Junioren
Jubel gab es bei den U18-Jungs der MSG RW Fulda/TC Eichenzell in der Vierer-Gruppenliga: Der Nachwuchs aus Osthessen gewann das Heimspiel am Samstag gegen Eintracht Frankfurt IV glatt mit 6:0 und kletterte damit in der Tabelle auf Platz vier. Es warten nun noch zwei Partien gegen die direkte Konkurrenz im Tabellenmittelfeld, damit ist sogar bis zum Herbst noch mehr drin.
