Ein Kellerduell früh in der Saison, in der beide Teams erst einen Sieg einfahren konnten. Dann eine pure Achterbahnfahrt. Rhöner Wahnsinn. Und zwei Gefühlswelten nach Abpfiff. Die SG Eiterfeld/Leimbach hatte 80 Minuten lang alles im Griff, schenkte den Drei-Tore-Vorsprung dann innerhalb von gut sechs Minuten hier. Die Partie schien zu kippen, Elters glaubte sogar noch an mehr – ehe Joshua Winter mit einem Traumtor aus 25 Metern in den Winkel für den emotionalen Schlusspunkt sorgte.
Die Stimme von Eiterfelds Trainer Simon Schilling hatte arg gelitten: „80 Minuten haben wir es gut gemacht, aber solche zehn Minuten kannst und darfst du dir niemals erlauben. Da müssen wir einfach klarer verteidigen“. Dass Winter dann eine solche Bude in den Beinen hat, hatte er schon oft gezeigt – doch diesmal kam sie zu einem perfekten Zeitpunkt. „Für die Moral ist so ein Sieg natürlich super. Wir haben uns riesig gefreut – und das muss man jetzt mitnehmen. Nach so einem Spiel kann was entstehen – sowohl positiv, als auch in die andere Richtung“.
Für den Verbandsliga-Absteiger soll es nun nach oben gehen. Zumindest konnte die SGEL vorerst die unteren Tabellenplätze verlassen, während EES weiterhin Vorletzter ist und seit dem ersten Spieltag auf einen Sieg wartet.
Jedenfalls hatte jeder, der nach der komfortablen Eiterfelder Führung nach Hause gegangen war, viel verpasst. Bis dato hatte EES aus Schillings Sicht nur „ein paar Halbchancen, die immer zustande kommen können, und eine gute Szene nach einem Einwurf“. Nach 3:0-Führung glitt den Gästen das Spiel plötzlich aus der Hand. Jonas Jakob und Hieronymus Golbach verkürzten, schon eine Minute danach hätte sogar das 3:3 fallen können, als Gäste-Keeper Budenz noch zur Stelle war. Doch Elters war wie entfesselt – der Ausgleich fiel noch drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit durch Fabian Hofmann. Schilling erklärte, „dass wir vorher hinten gewechselt haben, teilweise auch verletzungsbedingt. Trotzdem dürfen wir den Gegner nie so ins Spiel zurückholen“. Am Ende ging es nochmal gut für die SGEL…
Tore: 0:1 Steven Rakk (11.), 0:2 Kevin Preis (50.), 0:3 Joshua Winter (62.), 2:3 Jonas Jakob (81.), 2:3 Hieronymus Golbach (84.), 3:3 Fabian Hofmann (87.), 3:4 Joshua Winter (90.+4)
Zuschauer: 260
