Lokales FD 08.08.2026

Grundrechte verständlich im Alltag vermittelt – KEB-Workshop

Fulda (pm/jah) – Welche Rolle spielen Grundrechte im Alltag und wie können Menschen ihre Rechte erkennen und schützen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Teilnehmende in dem Workshop „Ich habe Rechte“ der Katholischen Erwachsenenbildung Hessen (KEB Hessen) am 28. Juli 2026. Anne Badmann von der KEB vermittelte die Inhalte in Leichter Sprache.

Teilnehmende des Sankt Vincenzstifts nutzten gerne das Bildungsangebot der KEB Hessen zum Thema Grundrechte in Leichter Sprache. Foto: KEB Hessen

Anne Badmann und Gunter Geiger auf dem Podium im Rahmen der Woche für das Leben 2024 in Fulda. Foto: Katholische Akademie Fulda

Im Fokus standen zentrale Grundrechte wie die Menschenwürde, Meinungsfreiheit, Gleichheit vor dem Gesetz, Briefgeheimnis und Versammlungsfreiheit. Die Teilnehmenden erarbeiteten anhand von Alltagsbeispielen, Spielen und eigenen Plakaten, welche Bedeutung diese Rechte für ihr Leben haben und wie sie bei Verletzungen Unterstützung finden können.

Der Workshop begann mit der Frage nach einem guten Leben und machte so den Bezug zu Grundrechten greifbar. Leichte Sprache, Wiederholungen und anschauliche Materialien erleichterten den Zugang zu den komplexen Themen.

Besonderes Interesse galt den Artikeln 1 und 3 des Grundgesetzes. Vor dem Hintergrund eigener Diskriminierungserfahrungen wurde intensiv über Möglichkeiten gesprochen, die eigenen Rechte zu verteidigen sowie mit Gewalt umzugehen.

„Wer seine Rechte kennt, kann selbstbewusster handeln und besser für sich eintreten“, betont Referentin Anne Badmann.

Auch aus Sicht des 2. Vorsitzenden der KEB Hessen, Gunter Geiger, ist der Ansatz richtungsweisend: „Grundrechte sind immer auch Menschenrechte – sie gelten für alle ohne Ausnahme“, erklärt der Direktor der Katholischen Akademie des Bistums Fulda.  „Echte Inklusion bedeutet, niemanden auszuschließen und gesellschaftliche Teilhabe für alle zu ermöglichen. Deshalb richtet sich der Workshop bewusst nicht ausschließlich an eine bestimmte Personengruppe. Stattdessen werden strukturelle und soziale Bedingungen von Teilhabe ebenso wie Ausschlussmechanismen in Leichter Sprache verständlich vermittelt und gemeinsam reflektiert. So werden Grundrechte für alle Menschen zugänglich und im Alltag greifbar.“

Geiger erinnerte in diesem Zusammenhang auch daran, dass die gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen mit Behinderung und der Abbau von Barrieren bereits im Rahmen der „Woche für das Leben“ 2024 in Fulda intensiv diskutiert worden sind.