Lokales FD 17.08.2026

Große Resonanz: Spaziergang mit Klimaforschern in Fulda

Fulda (pf) – Aktuelle Themen und persönlicher Austausch: Die Stadt Fulda hat am Montagabend zu einem öffentlichen „Klimaspaziergang“ eingeladen, und viele Menschen waren der Einladung gefolgt. Auf verschiedenen Stationen zwischen Stadtschloss und Umweltzentrum wurde über steigende Temperaturen, Extremwettereignisse und Klimaschutz-Maßnahmen gesprochen.

Fotos: Pascal Fischer

Sebastian Kupski (INKEK)

Geführt wurde die Runde am Montagabend von INKEK, dem Institut für Klima– und Energiekonzepte aus Lohfelden, und dem Büro intep aus Berlin, die gemeinsam mit dem Klimaanpassungsmanagement der Stadt Fulda ein kommunales Klimaanpassungskonzept erarbeiten. Los ging es im Schlosshof, wo die Teilnehmer von Marcel Ciré, Umweltingenieur im Fuldaer Stadtplanungsamt, begrüßt worden sind. Er übergab das Wort anschließend an Sebastian Kupski von INKEK, der sich begeistert zeigte: „Wir sind in vielen Städten unterwegs – aber hier in Fulda ist die Resonanz überwältigend“. Rund 100 Menschen interessierten sich für den aktuellen Stand und die erarbeiteten Analysen des Instituts. Und der Redner musste dabei sogar gegen die Stadtkulisse ankämpfen, damit alle ihn verstehen konnten.

Rund eine Stunde ging es vom Stadtschloss über die Rabanusstraße, den Uniplatz, die Stadtpfarrkirche und die Friedrichstraße sowie die Königstraße bis in die Fulda-Auen und dort zum Umweltzentrum. Die Bürger durften ihre Fragen, Ideen und Perspektiven einbringen und konnten das Stadtklima aus einem neuen Blickwinkel sehen. Dabei wollten die Verantwortlichen den Menschen näherbringen, „was wir eigentlich machen und wieso wir es machen“, so Kupski. Das Konzept, das die Institute mit der Stadt erarbeiten, ist in den finalen Zügen und solle Anfang 2027 in die Gremien gebracht werden, erklärte er. In der Runde kamen immer wieder Fragen der Fuldaerinnen und Fuldaer auf, die sich für die Klimaanpassung der Stadt Fulda interessierten. Dabei erfuhren wie beispielsweise, welche Maßnahmen bereits umgesetzt wurden und welche noch geplant sind – und wie Stadtgrün, Wasser und Bebauung zusammenwirken, um die Stadt klimaresilienter zu gestalten. Der Spaziergang, für den sich später auch Stadtbaurat Daniel Schreiner angekündigt hatte, fand unter dem Motto „Fulda auf dem Klimaradar“ statt.